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Haare, Dornen, Stacheln -

Abwehrschutz der Pflanzen

Ein effizienter Schutz für Pflanzen vor dem Verbiss durch Tiere, den Sie im Garten gut beobachten können, sind Stacheln, Dornen und Haare. Pieksige, harte Dornen, z.B. von Weissdorn und Stechginster, sind Umbildungen von Blättern und Kurztrieben, die ebenso scharfen, schützenden Stacheln, etwa bei Rose und Stechpalme, hingegen Ausbildungen der Pflanzenhaut. Disteln und der Datura-Stechapfel zum Beispiel haben, ähnlich einem stacheligen Igel, ihren Stachelschutz besonders wirksam ausgebildet: Die harten Strahlen bieten in nahezu kugeliger Anordnung fast einen Rundum-Schutz - für ebenso verletzliche wie gierige Kaninchen-Mäuler zum Beispiel gibt´s da kein Durchkommen. Pflanzenhaare, wie sie etwa Wald-Ziest und Brennessel auf Stengeln und Blättern ausbilden, schützen die Pflanze vor allem vor der Anheftung von saugenden und beissenden Insekten. Besonders trickreich treibt es die Königskerze: Krabbelt ein fressgieriges Insekt auf ihren Blättern, löst sie ihre Haare ab - und verheddert das Tierchen damit in einem mikroskopisch feinen, tödlichen Gestrüpp von Fäden. Die Haare des Wald-Ziests geben einen Klebstoff ab, der kleine Fressfeinde verwickelt und fixiert. Die Brennessel produziert in ihren ampullen-artigen Haaren scharfe, reizende Ameisensäure, die freigegeben wird, wenn das Haar schon bei leichter Berührung abbricht.
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Gartenmax Tipp

Attractants

werden pflanzliche Lockstoffe genannt, die Tiere gezielt zu einer Duftquelle hinführen. Ein im Garten zu beobachtendes Beispiel dafür gibt der Kohlweissling ab, dessen Raupen nur durch die Senföle angelockt werden, die im Pflanzensaft von Kreuzblütlern wie Weiss-, Rot- oder Rosenkohl produziert werden.

   
 

  
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