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Alternanz beim Kernobst

Haben Sie sich schon einmal gewundert, warum Ihre Kernobst-Ernten von Jahr zu Jahr stark differieren ? - Der Grund dafür ist das Pflanzenhormon Auxin. Bei Apfel, Birne, Quitte bildet es sich bereits im Frühjahr in den Kernen der jungen, noch kleinen Früchte.
Auxin hemmt die Ausbildung von Blütensprossen für das nächste Jahr. Deshalb kommt es beim Kernobst zu einem jährlichen Wechsel der Fruchtbarkeit, Alternanz genannt: Viele Äpfel oder Birnen, viel Auxin im einen Jahr - und wenige Blüten, wenige Äpfel oder Birnen im nächsten Jahr. Ernten aber möchte man, keine Frage, in jedem Jahr möglichst ähnlich viele Früchte ähnlich guter Qualität. Deshalb muß man (nach einem fachgerechten Winterschnitt des Baums) die Anzahl der Jungfrüchte durch das Wegschneiden  überzähliger Babyfrüchte begrenzen, um die Blütenbildung für das kommende Gartenjahr zu fördern.
Die Neigung zur Alternanz ist vor allem beim Apfel von Sorte und Baumform abhängig: Die Sorten Gravensteiner zum Beispiel, Ingrid Marie, Cox Orange und Boskoop neigen sehr zur Alternanz, James Grieve, Jonathan und Golden Delicious hingegen weniger. Und je starkwüchsiger, höher, breiter ein Kernobstbaum ist, um so mehr neigt er zum jährlichen Wechsel der Fruchtbarkeit - und hat, klippklapp, die Fruchtausdünnung mit der Schere nötig.
 

Gartenmax Tipp

Vogelschutz ist Pflanzenschutz
Man erspart sich im Obstgarten viel Aufwand beim Pflanzenschutz, wenn man durch Nistkästen Vögel im Garten ansiedelt.
Denn während der Brutsaison vertilgen gefiederte Insektenjäger Unmengen von Schädlingen und helfen dadurch uns Gärtnern.
Zur Zeit der Obstreife allerdings werden die gefiederten Freunde selbst zum Problem. Weil sie gnadenlos vor allem Kirschen und Beerenobst stehlen, muss man Obstbäume und -sträucher mit Netzen vor den Vögeln schützen.

   
 

  
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