Baumhosen| Der Winter macht erfinderisch - vor allem Kaninchen und Feldmäuse, denen im Januar frisches Grün für die Ernährung fehlt. Wo im Sommerhalbjahr etwa Klee und Früchte beknappert werden, muss nun anderes herhalten. Und das sind leider oft die Stämme von Obst- und Nutzgehölzen im Garten. Kaninchen benagen gern Baumrinden. Je jünger der Baum, umso saftiger ist die äussere Stammschicht. Vor allem junge Obstbäume sind gefährdet und können eingehen, wenn ihre Rinde ringsum abgefressen wird. Der Wasser- und Nährsalztransport im Baum funktioniert nicht mehr, weil die im äusseren Bereich des Stamms liegenden Transportbahnen zerstört werden. Den Tod des Baums bemerkt man meist erst im Frühjahr, wenn sein Austrieb ausbleibt. Zum Schutz junger Gehölze sollte man die Stämme im Winter mit Manschetten umwickeln, Baumhosen genannt. Dazu kann man aus engmaschigem Sechseck-Drahtgeflecht eine Röhre formen, die um Stamm und Stützpfahl des Gehölzs gelegt wird. Das Festbinden am Baum oder -nageln am Stützpfahl verhindert, dass die Baumhose hochgeschoben werden kann. Noch besser, weil auch hilfreich gegen stammnagende Mausarten, sind im Gartenfachhandel erhältliche Kunststoffspiralen mit kleinlöchriger Perforierung. Die Spiralen rollt man auseinander und wickelt sie von unten nach oben um das Baumstämmchen. | | | Gartenmax Tipp Zaunschutz für den Garten Einen gesamten Flächenschutz des Gartens vor Wildkaninchen erreicht man nur durch Zäune. In Arealen mit grossem Kaninchen-bestand ist die Zweckmässigkeit des Zauns wichtiger als seine optische Gefälligkeit. Ein Schutz-zaun sollte bis in 50 cm Höhe mit engmaschigem Drahtgeflecht, Hühnerdraht genannt, bekleidet sein. Drahtbahnen kann man auch an Dekorzäunen entlang-ziehen, wobei der Zaun das Stützgerüst für die Drahtbahn ist. | | | |
|