Beifuß - Gewürz mit zauberhafter Vergangenheit Einst wurde dem Beifuß Zauberkraft zugeschrieben. Der Mediziner und Botaniker Pietro Mattioh beschreibt in seinem »Herbarium«, dass »abergläubige Menschen sich am Abend vor St. Johannis mit Beifußkraut umgürten und einen Beifußkranz auf ihr Haupt legen, um sich im folgenden Jahr vor Ungeheuern und bösem Zauber und Siechtum zu schützen«. Ihren deutschen Namen bekam die Pflanze, weil ihre in die Schuhe gelegten Blätter einen Wanderer angeblich nicht müde machen sollten ... Heute ist der mit dem Wermut verwandte Beifuß entzaubert und wird als das genutzt, was er ist: Eine aromatische Gewürzstaude für die Geschmacksverbesserung von gebratenem Fleisch, insbesondere Gänse- und Entenbraten, aber auch von Schweine- und Hammelfleisch und gebratenem Aal. Im Unterschied zu anderen Kräutern sollten Sie Beifuß bereits zu Beginn der Fleischzubereitung beigeben. Im Garten bevorzugt die anspruchslose Pflanze, die wild an feuchten Wegrändern, auf Ödland und Schuttplätzen vorkommt, frische, nährstoffreiche Lehm- oder Sandböden mit hoher Kalium-Versorgung. Weil Beifuß eine ähnliche wachstumshemmende Wirkung auf Nachbarpflanzen hat wie der Wermut, sollten Sie ihn solitär pflanzen. In der Regel reicht eine einzige Pflanze für den Gewürzbedarf einer Familie. Geerntet werden die voll ausgewachsenen Blätter, die Sie frisch oder getrocknet verwenden können. | | | Gartenmax Tipp Beifuß - heisst botanisch Artemisia vulgaris
- gehört zur botanischen Familie der Korbblütler
- erreicht bis zu 2 m Wuchshöhe
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