MassenwechselSicherlich ist es Ihnen in Ihrem Garten schon aufgefallen: Die Häufigkeit von Tieren, Pflanzenschädlingen wie Nützlingen, schwankt im Ablauf der Zeit erheblich. Zum Beispiel hat man in einer Gartensaison mit Unmengen von Blattläusen zu kämpfen und trifft leider nur auf wenige Marienkäfer, den natürlichen Fressfeinden von Blattläusen. Zu späterer Zeit fallen uns plötzlich die vielen Marienkäfer im Garten und der vergleichsweise geringe Pflanzenbefall durch Blattläuse auf. Das Phänomen dieser Veränderung der Tierbestände bezeichnen Biologen als Massenwechsel. In der Wissenschaft gibt es Massenwechselmodelle, mit denen man mathematisch unter Berücksichtigung aller Faktoren Gesetzmässigkeiten in der Veränderung der Tierbestände beschreibt. Im Garten kann man einen Aspekt des Massenwechsels am Beispiel der Blattläuse und Marienkäfer gut verfolgen. Fallen Fressfeinde aus, weil es nur wenige Marienkäfer gibt, können sich Blattläuse prächtig vermehren. Haben sie sich in Massen ausgebreitet, ist somit die Futterquelle für Marienkäfer besonders reichhaltig. In der Folge vermehren sich die Käfer prächtig und dezimieren dabei die Blattlausbestände - sodass für die Folgegeneration der Tiere zunächst die Beute knapp wird, was wiederum die Zahl der Käfer vermindert. Folglich können sich die Blattlausbestände wieder erholen - eine sich stets wiederholende Beziehung zwischen Räuber und Beute.
| | | Gartenmax Tipp Lebensraum für Tiere Um Nützlinge zu unterstützen, sollte man vor allem für Lebens-raum im Garten sorgen, für Ver-stecke, Nist- und Winterquartiere. Dazu gehören auch optisch wenig attraktive Gartenelemente wie Reisighaufen und abgestor-bene Bäume, die als für Insekten, Vögel und Säugetiere als Lebens-raum von Wert sind. | | | |
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