Birnen - Kernobst im September Im September erreichen viele Birnensorten ihre Erntereife. Die heutigen Sorten stammen vorwiegend von der Holzbirne (Pyrus pyraster) und einigen anderen Wildformen ab, die ihr Hauptverbreitungsgebiet von Mittel- und Südeuropa bis hin nach Kleinasien haben. Sie sind seit altersher in Kultur, intensive Züchtungsarbeit wurde im 18. und 19. Jahrhundert vor allem in Frankreich und Belgien geleistet. Die meisten unserer heutigen Sorten gehen auf diesen Zeitraum zurück. Zur Ausprägung optimaler Fruchtqualität benötigen fast alle Birnensorten einen warmen Standort, der in etwa dem Weinklima entspricht. Wo diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, bilden die Früchte in vielen Jahren kein schmelzendes Fruchtfleisch und haben wenig Aroma. Im Holz ist die Birne etwas empfindlicher gegen Winterfröste als der Apfel. Bei ihr lässt sich die Wuchsstärke auch nicht so vielfältig beeinflussen wie beim Apfel. Als Unterlage steht der Sämling (Kirchensaller Mostbirne) für mittelstarke bis starke Kombinationen zur Verfügung. Kleinere Bäume erzielt man durch Veredelung auf die artfremde Quitte, die in verschiedenen Typen verwendet wird. Neben dem schwächeren Wuchs fördert die Quittenunterlage eine frühe Fruchtreife, die Fruchtgrösse und Aromaentwicklung. Um für die Birne ein günstigeres Kleinklima zu schaffen, wird sie häufig als Spalier an Wänden gepflanzt.
| | | Gartenmax Tipp Birnen kühl lagern Ohne Kühlung lassen sich alle Birnensorten, auch späten Lagersorten, nur wenige Wochen lagern. Nach nur kurzer Genussreife werden sie mehlig oder fleischbraun, vor allem die Sommer- und Herbstsorten. Deshalb werden Birnen neben ihrer Verwendung als Tafelobst gern als Nasskonserven eingekocht. | | | |
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