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Blumenwiese

Wer mag sie nicht? Statt eines kurzgeschnittenen Rasen, die schön blühende Blumenwiese.

Für Wiesen eignen sich besonders extensiv genutzte Flächen. Böschungen , Straßenbegleitgrün und im Hausgarten wenig betretene Flächen oder Rasenränder.
In vielen älteren Gärten gibt es Rasenflächen, die zu schattig geworden sind oder als Nutz/Spielfläche nicht mehr benötigt werden.

Schon durch Umstellung in der Pflege und durch gezielte Ansaat oder Anpflanzung von Wildstauden lassen sich Rasen in Blumenwiesen verwandeln. Lassen Sie sich nicht täuschen: eine artenreiche , dauernd blühende Wiese läßt sich nicht hinzaubern. Eine Wiese muß sich entwickeln, und dazu braucht man Geduld.
In der Natur gibt es je nach Standort unterschiedliche Pflanzengemeinschaften die dort wachsen. Schon kleine Verschiebungen im Wasser- und Nährstoffhaushalt oder in der Besonnung oder in der Benutzung ändern die Zusammensetzung einer Wiese. Auch ohne den Eingriff des Gärtners sind Wiesenflächen im ständigen Wechsel begriffen.

Wer seinen Garten neu anlegt, findet unter "Wie wird eine bestehende Rasenfläche umgewandelt?" wichtige Hinweise, um grundlegende Fehler zu vermeiden.

Da die Wiesenvegetation empfindlich gegen Tritt ist, sollten Spielflächen und Wegflächen als begehbarer Rasen angelegt werden. Wiesen werden in der Regel ein- oder zweimal im Jahr gemäht.Das Schnittgut ist abzuharken und zu entfernen.

Wie wird eine Wiese angelegt?
Bei der Neuanlage einer Wiese wird zunächst an die Ansaat gedacht. In manchen angebotenen Blumenwiesenmischungen sind einjährige Sommerblumen beigegeben. Diese blühen schön im ersten Jahr, behindern aber andere Wildkräuter so daß die beigegebenen Gräser die Vorherrschaft antreten. Schon im zweiten Jahr blühen nur noch spärlich die Wildkräuter. Auch findet man häufig in den Mischungen kurzwüchsige Untergräser welche die Entwicklung der Wildkräuter behindern. Besser sind horstbildende Obergräser, welche aber erst später ausgesät werden sollten, wenn Kräuter sich schon etwas entwickelt haben.

Unser Vorschlag für die Ansaat einer Blumen Wiese:
Lassen sie sich im Fachhandel beraten, sehen sie aber von fertigen Mischungen ab und lassen sich individuell Ihr Saatgut zusammenstellen und gehen Sie wie beschrieben vor.

1. Bodenvorbereitung wie beim Rasen beschrieben, mit dem Unterschied, daß ein magerer Boden erwünscht ist. Zur Abmagerung von zu fetten Böden geben sie Sand bei.

2. Ansaat von Wiesenkräutern mit einem kleinen Anteil von Pionierpflanzen wie z.B. Kornblume, Klatschmohn oder Wucherblume. Diese Pflanzen brauchen zu Ihrer Entwicklung frisch bearbeiteten lockeren Boden und blühen schön im ersten Jahr. Entwickeln sie sich zu stark, sollten Sie die Pflanzen ausdünnen (mit Sichel oder Schere).

3. Ansaat horstbildender Obergräser, wenn sich Kräuter schon etwas entwickelt haben, ca. 3-4g/m². Vorsichtig leicht zwischen den Kräutern einarbeiten. Ist der Boden zu fett oder es wurden zu viele Gräser ausgesät können diese die Kräuter schnell unterdrücken.

4. Die Pflege beginnt, wenn Sie beobachten, daß einzelne Pflanzen sich zu stark ausbreiten und ihre Nachbarn bedrängen. Schneiden Sie diese Pflanzen zurück. Abgeschnittene Pflanzenteile oder Mähgut ist zur Abmagerung des Bodens zu entfernen. In der ersten Zeit wird man öfter mähen müssen, um auch schwachwüchsigen Pflanzen ein Überleben zu sichern. Dies kann schon früh oder im Hochsommer notwendig sein. Verwenden sie deshalb auch Kräuter, die zur Nachblüte neigen.

5.Im zweiten Jahr, wenn der Boden sich abgesetzt hat und dichter geworden ist, gehen die Pionierpflanzen zurück und die gewünschten Wiesenkräuter und später ausgesäten Gräser erhalten ihre Chance.

Bei kleinen Flächen erreicht man aber leichter durch Pflanzung eine vielfältig blühende Wiese. Anpflanzung bietet zudem den Vorteil, das auch Pflanzen angeboten werden , welche wegen schwieriger Keimbedingungen nur schwer oder teuer als Saat erhältlich sind.

Wie wird eine bestehende Rasenfläche umgewandelt?
Der erste Schritt zur Umwandlung einer Rasenfläche ist die Einstellung von Düngung und das Einschränken der Mähgänge. Wichtig auch hier ist das Abrechen des Mähgutes zur Abmagerung des Bodens.
Der erste Schnitt sollte erst nach Samenbildung der im Rasen vorhandenen Kräuter erfolgen. Bei zu starken Wachstum der Gräser muß aber schon früh im Sommer gemäht werden. Die Anzahl der Schnitte sollte langsam von 3-5 auf 2 Schnitte im 2.Jahr reduziert werden. Auf mageren Böden ist es ausreichend, im August zu mähen.
Die Vegetation einer Fettwiese sollte sich auf frischen bis feuchten Standort relativ schnell einstellen. Dazu gehören Bellis perennis (Gänseblümchen), Cardamine pratensis (Wiesenschaumkraut), Lotus corniculatus (Hornklee), Taraxcum officinalis (Löwenzahn), Trifolium repens (Weißklee) oder Veronica filiformis (Faden-Ehrenpreis).

Blumenzwiebeln im Rasen
Blumenzwiebeln wie Krokusse , Narzissen und Tulpen sind ein schöner Anblick im Frühjahr. Sie machen doch manchmal Probleme , wenn der Rasen eigentlich schon gemäht werden muß, das Laub der Zwiebelpflanzen aber noch nicht vergilbt ist. Zwei Möglichkeiten bieten sich an: Erstens man pflanzt jedes Jahr neue Zwiebeln und mäht rechtzeitig!!!! Oder aber man wartet mit dem Schnitt und erfreut sich jedes Jahr an der neuen Pracht..
Zum Pflanzen steckt man mit einem Zwiebeleisen oder einer Blechdose ( ohne Boden und Deckel) ein Loch in den Rasen. Hebt die Rasensode heraus und pflanzt die Zwiebeln in Gruppen. Anschließend wird die Sode wieder an ihren Platz gelegt, angestampft und kräftig gewässert.

 

  
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