SchnittzeitpunktAlle Schnittmaßnahmen an erwachsenen Gehölzen in Garten und Park zu ihrer Erhaltung und Pflege werden als Erhaltungsschnitt bezeichnet. Diese Art von Schnittmaßnahme ist in der Praxis die aller gebräuchlichste. Hier kommen auch am ehesten angelernte Kräfte zum Einsatz. Die unterschiedlichen Arten des Gehölzschnittes haben unterschiedliche Zeiten zu denen optimal geschnitten werden kann. Uns interessiert hier erstmal nur der richtige Schnittzeitpunkt für den Erhaltungsschnitt. Grundsätzlich kann zu jeder Jahreszeit geschnitten werden. Für den Erhaltungsschnitt nimmt man aber ganz überwiegend die winterliche Ruheperiode der Gehölze, also den Winterschnitt. Der Winterschnitt bietet eine ganze Reihe von Vorteilen. Man hat im Winter - es ist eben weder Pflanzsaison, noch können viel andere Bauarbeiten ausgeführt werden -mehr Zeit für diese Art von Arbeiten. Hinzu kommt, daß bei den laubabwerfenden Gehölzen sich alles viel besser und klarer erkennen läßt. Es hat sich zudem gezeigt, daß die meisten Pflanzen den Winterschnitt besser vertragen, denn in der Ruheperiode gibt es ja auch kaum Saftstrom, der aus den Schnittwunden austreten könnte. Der Winterschnitt kann im Spätherbst beginnen und endet mit dem zeitigen Frührjahr, also etwa November bis März. Es gibt allerdings eine Grenze, die man beachten muß. Ist es kälter als - 6° ., dann kann der Frost die Gehölze zu sehr schädigen, so daß man unbedingt aufhören muß, zu schneiden. Auch wenn es einige Tage hintereinander schon - 4° C. hatte, ist es problematisch. Doch von Temperaturen um -1° Cel. braucht man sich nicht abschrecken zu lassen. Es gibt da aber noch eine "Grenze", die wir unbedingt beachten müssen und das ist die Baumschutzverordnung.
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