Düngen| Richtig, nämlich angemessen zu düngen, ist nicht einfach. Vielfach wird der Nährstoffbedarf insbesondere von Obstgehölzen überschätzt. Leider gilt: Viel hilft nicht viel, sondern schadet eher. Denn überflüssige, von den Pflanzen nicht aufgenommene Nährstoffe, vor allem Stickstoff, wandern in und belasten das Grundwasser. Der Nährstoffbedarf hängt vor allem ab von Pflanzen- und Bodenart; für die Düngung gibt es deshalb keine allgmeingültigen Mengenangaben, sondern allenfalls Faustzahlen. Nur nach exakter Bodenanalyse des Nährstoffgehalts kann man angemessen düngen. Ab Februar werden Obstgehölze gedüngt. Man gibt dabei bis Juni in mehreren Streuungen 2/3 der gesamten Jahresdüngermenge, 1/3 wird im Oktober ausgebracht. Bei Verwendung mineralischer Volldünger gelten Jahresgaben von 150 g je cm Stammdurchmesser, auf der Baumscheibenfläche verteilt, als Faustzahl. Die sogenannte Baumscheibe ist die Kreisfläche im Radius der grössten Astlänge des Gehölzes. Während der Nährstoffgehalt mineralischer Volldünger, sogenannter Kunstdünger, definiert und konstant ist, schwankt er bei organischen Düngern erheblich. Im Durchschnitt bringen zum Beispiel Hornspäne etwa 140 g Stickstoff, Knochenmehl etwa 170 g Phosphat je Kilogramm Düngesubstrat ein. | | | Gartenmax Tipp Messzahlen bei Kunstdüngern Die Packungen mineralischer Volldünger geben mit Zahlenrei-hen in fester Reihenordnung wie 12-12-17-2 Hinweise auf den Gehalt an Stickstoff-Phosphat-Kalium-Magnesium, also auf die Hauptnährstoffe der Pflanzen. Die Zahlenreihe gibt den prozentualen Gehalt der pflanzenverfügbaren Stoffe an; die Zahlrenordnung 12-12-17-2 z.B. steht für einen Gehalt von 120 g Stickstoff, 120 g Phosphat, 170 g Kalium und 20 g Magnesium je Kilogramm Dünger. | | | |
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