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Eiben

Die Wildform der Eibe (Taxus baccata) ist von Europa bis in den Nordiran verbreitet; im Mittelmeergebiet kommt sie in Gebirgsregionen vor. Der früher häufige, durch viele Rodungen im Mittelalter in Naturarealen selten gewordene Baum wird heute als Zierbaum in Parkanlagen und Gärten gepflanzt. Die Reste natürlicher Eibenbestände stehen in vielen Ländern unter Naturschutz. Eiben werden sehr alt; das Lebensalter der ältesten Bäume in Deutschland schätzt man auf über 1000 Jahre. Das immergrüne, strauchartige Nadelgehölz wird 5 bis 10 m hoch. Die Pflanze bildet ein starkes Wurzelwerk und wächst sehr langsam. Holz und Nadeln enthalten kein Harz; die flachen, weichen Nadeln sind oberseits dunkel-, unter­seits blaßgrün. Die Eibe beginnt erst nach 8-10 Jahren zu blühen. Sie ist zwei­häusig; die männlichen Blüten sind köpfchenähnlich geformt, die weiblichen ähneln Blattknospen. Die dunklen Samen, die von Vögeln verbreitet werden, sind von einem roten fleischigen Samenmantel umhüllt. Ein solcher Fruchttyp heisst botanisch Scheinbeere. Sämtliche Pflanzenteile mit Ausnahme des roten Samenmantels sind toxisch. Sie enthalten das stark giftige Alkaloid Taxin und das Glykosid Taxicatin. Die größte Taxinmenge bildet sich im Winter in den Nadeln. - Trotz ihrer Giftigkeit ist die pflegeleichte Eibe wegen der dekorativen roten Fruchttracht im Winter eine Bereicherung für jeden Ziergarten.
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Gartenmax Tipp

Taxin ist toxisch

Bereits der Verzehr weniger Früchte kann für Kinder tödlich enden. Die Vergiftung erfolgt rasch, denn das Taxin wird im Ver­dauungstrakt sofort absorbiert. Es wirkt auf Herz und Blutgefäße und verursacht zunächst heftiges Erbrechen und Bauch-schmerzen, schmerzhaften Durchfall, erwei­terte Pupillen, Versagen des Blutkreislaufs und Krämpfe. Die Vergiftung geht einher mit Bewusstlo-sigkeit, Atem- und Herzstill-stand.

   
 

  
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