Fassadenkletterer| Wenig Mühe, große Wirkung: Mit Wandbegrünungen durch Ranker, Schlinger, Wurzelkletterer kann man selbst die hässlichsten Fassaden von Miethäusern in grüne oder bunt blühende Schmuckstücke verwandeln. Mehr Arbeit als für die Pflanzung muss allerdings meist aufwenden, wer seinen Vermieter für die Begrünung gewinnen will - die Furcht vor Wandbeschädigungen durch Kletterpflanzen ist ebenso groß wie falsch. Alte begrünte Patrizierhäuser aus dem 19. Jahrhundert zeigen, dass Kletterer die Wände sogar schützen. Durch Sonnenabschirmung, Temperaturausgleich und Regenschutz mindern sie die Erosion der Fassaden. Für die meisten Fassadenkletterer muss man ein Spalier bauen, an dem sie hochranken können. Kleine Wandflächen sind für krautige, prächtig blühende Kletterer wie Ballonwein, Feuerbohne, Glockenrebe, Wicken, Schwarzäugige Susanne prädestiniert, die man nach dem Absterben im Herbst jedes Frühjahr neu pflanzen muss. Ausdauernde Klettergehölze wie Akebien, Baumwürger, Blauregen, Hopfen, Geissblatt, Pfeiffenstrauch hingegen sind eine Anschaffung für´s Leben und kommen erst im Alter zu voller Pracht. Für große Wandflächen, auf denen der Bau von Spalieren zu aufwendig wäre, sind Efeu und Wilder Wein der schönste Schmuck. Starkwüchsig klettern sie selbsttätig an Fassaden empor, erreichen 20 m Wuchshöhe und mehr. |  | Gartenmax Tipp Brutstätten für Vögel Heckenbrüter unter den Vögeln, etwa Amseln, nehmen dichtlaubig begrünte Fassaden gern als Brutstätten an. Im Zweiggewirr von Efeu und Wildem Wein können sie problemlos ihre Nester bauen - mit etwas Schutz vor Katzen und dem auch in Großstädten immer häufiger wildernden Steinmarder. | | Pfeifenwinde | |
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