Fertigrasen Was ist Rollrasen? Unter Rollrasen versteht man in einer "Rasenschule" vorgezogenen Grasteppiche. Beim Abschälen wird die Grasnarbe aufgerollt, daher der Name "Rollrasen". Anwendung findet Rollrasen in der Hauptsache im Sportplatzbau. Aber gerade im Garten bietet er auch viele Vorteile ,die gegenüber dem hohen Preis (bis zu 10mal so teuer als Ansaat) abzuwägen sind. 1. Gleichmäßig dichte Rasenfläche 2. Unkrautfrei 3. Rasenfläche ist schnell betretbar 4. Optisch schöner Anblick Wie wird Rollrasen hergestellt, transportiert und gelagert? Er wird in den Rasenschulen 12-15 Monate vorgezogen und zur Verwendung im Garten mit Hilfe einer Schälmaschine in einer Stärke von 2-3cm abgetragen.. Die Rasenstücke haben eine Größe von einem Quadratmeter (167cm x 0,30cm). Die Zusammensetzung des Rollrasen entspricht den vorher beschriebenen Regelsaatgutmischungen. Für kleinere Flächen lassen sich auch Rasensoden (30cm x 30 cm) mit dem Spaten abstechen. Es ist aber darauf zu achten, daß die Soden nicht zu dick sind - das würde ein Anwachsen an den Untergrund erschweren. Wurzelverlust regt den Neuaustrieb der Wurzeln an. Rollrasen sollte immer erst dann abgerufen werden, wenn der Boden für das Verlegen fertig vorbereitet ist. Im Durchschnitt läßt sich Rollrasen 3 Tage im aufgerollten Zustand lagern ohne größeren Schaden zu nehmen. Bei zu langer Lagerung wird der Rasen schnell gelb und unansehnlich. Er treibt in der Regel nach Bewässerung wieder frisch grün durch, rechtfertigt aber den hohen Aufwand so natürlich nicht. Die Länge der Lagerzeit kann bei feuchten kühlem Wetter und schattigen Lagerplatz kurzfristig verlängert werden. Beim Transport ist auch darauf zu achten, daß der Rasen nicht austrocknet. Er sollte deshalb abgedeckt werden. Wann wird Rollrasen verlegt? Rollrasen kann im Prinzip das ganze Jahr über, bis auf die Frost und Schneezeiten, verlegt werden. Schon bei einer Bodentemperatur von 2-5° C findet ein Wurzelwachstum statt. Natürlich wachsen die Gräser in dieser Vegetationsruhe nicht so üppig. Ein weiteres Problem ergibt sich, wenn das Verlegen in eine Trockenperiode fällt, dann ist unbedingt regelmäßig zu wässern um Ausfälle zu vermeiden.
Wie wird er verlegt? Der Untergrund für die Verlegung des Rollrasens sollte genauso gut wie für eine Ansaat vorbereitet sein. Der Rasen wird auf der ebenen angewalzten Fläche so Stoß an Stoß ausgerollt, daß möglichst keine lang durchlaufende Fugen entstehen. Bei großen Flächen hat sich das Fischgrätenmuster bewährt. Ausgelegt wird vorwärts, das heißt, man bewegt sich auf dem verlegten Rasen. Dieser läßt sich durch Bretter schützen. Auf dem verlegten Rollrasen wird ein Gemisch aus 50% Sand und Mutterboden leicht im Bereich der Fugen aufgeworfen und vorsichtig eingefegt. Anschließend wird bei Bedarf gewalzt und gründlich gewässert. Wann kann der Rasen betreten werden? Der frisch verlegte Rollrasen kann zu Kontrollzwecken oder zum Wässern sofort mit Vorsicht betreten werden. Nach 2-3 Wochen ist er leicht strapazierfähig, z.B. für den ersten Schnitt. Nach dem 2. Schnitt ist der Rasen voll belastbar. Alles im allem gewinnt man mit der Verlegung bis zu 15 Wochen Zeitvorsprung gegenüber der Rasenansaat.
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