Fische im Gartenteich - Leben im Wasser | In manchen Teichen kommt man ungeahnt und ungewollt zu reichem Fischbesatz - meist dank eingesetzter Wasserpflanzen, an denen Fischeier angeheftet sind. Aber auch Enten und andere Wasserbewohner verschleppen Fischlaich, erschliessen als Transporteure neue Lebensräume für die Flossentiere. Wundern Sie deshalb nicht, falls Sie in Ihrem Teich Moderlieschen, Stichlinge oder Rotaugen entdecken! In den letzten Jahren gab es eine Renaissance in unseren Gartenteichen; vermehrt gaben Teichbesitzer heimischen Fischarten wie Zwergwels, Karausche, Brachsen oder Bitterling den Vorzug vor prächtig gefärbten und bizarr geformten, meist der Gartenkultur Japans und Chinas entstammenden Zierfischen. Heimische Fischarten sind meist unauffälliger und schwieriger im Teich zu beobachten als ihre schillernden Verwandten aus dem Fernen Osten. Dafür ist die Biologie unserer Fischarten meist interessanter; zum Beispiel die anrührende Nestbewachung von Stichlingen zur Brutzeit oder die Symbiose zwischen Teich- oder Flussmuschel und den Bitterlingsweibchen, die ihren Laich in den Muscheln ablegen. Goldfische und die teuren Kois mit ihren zahlreichen Unterarten schweben nach über tausendjähriger Zucht in den Fischbecken Asiens heute in Form und Farbe zwischen Kitschfisch und Kunstprodukt; mit ihren bizarren Formen wären viele dieser Fische in Naturgewässern nicht mehr lebensfähig. In naturnahen Gartenteichen sollte man deshalb auf sie verzichten. | | | Gartenmax Tipp So wenig füttern wie möglich Oberstes Ziel bei der Teichpflege ist klares, sauerstoffreiches, nährstoffarmes Wasser. Fischfutter-reste düngen das Wasser auf; Sie sollten daher stets gerade so viel füttern wie nötig und so we-nig wie möglich - viel hilt nicht viel, sondern schadet. Bedenken Sie auch, dass in einem gesunden Teich mit reichem Pflanzen- und Insektenbestand Ihre Fische die natürlichen Futterresourcen nutzen! | | | |
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