Frostblumen - Kälte für die Keimung | Samen mancher - vor allem alpiner - Pflanzenarten müssen eine Kälteperiode durchgemacht haben, um im Frühjahr keimen zu können; man nennt sie deshalb »Frostkeimer«. Die Samenkeimung kann erst erfolgen, nachdem die Keimhemmung durch Kälteeinwirkung unterbrochen wird. Zu den Frostkeimem gehören viele Gebirgspflanzen, zum Beispiel Enziane, Edelweiss, Arnika, Steinbrech, Federgras und verschiedene Seggenarten. Auch Phlox, Bärenklau, Weidenröschen und Schattenblume brauchen zumindest winterliche Kälte in Gefrierpunktnähe. Bevor starker Frost einsetzt, sollten Sie Kaltkeimer in frostharte Plastiktöpfe aussäen, mit Erde abdecken und befeuchten. Als Saatsubstrat eignet sich normale Gartenerde, die mit etwas Sand vermischt wird. Die Töpfe stellt man am besten an ungeschützte Stellen im Garten, damit die Saaten, wenn es denn schneit, mit Schnee bedeckt werden. Insbesondere bei den alpinen Arten fördert er die Keimung. Trotz der Kühl-Kur dauert die Keimung bei einigen Pflanzen lange. Der Samen kann ein Jahr und länger ruhen. Bei der in Kleinasien beheimateten Christrose zum Beispiel setzt die Keimung häufig erst im zweiten Frühjahr ein. Daher sollten die Saatgefäße nicht zu früh geleert werden. Auf die Keimung der meisten Arten wirkt es sich vorteilhaft aus, wenn die Tem- peratur nach der Kältebehandlung zwischen etwa 15° - 18°C beträgt. | | | Gartenmax Tipp Künstliche Kühlung Wer den richtigen Zeitpunkt für die Aussaat verpasst, kann auf den Eisschrank zurückgreifen. Die Auspflanztöpfe werden in Plastikbeuteln verpackt und etwa 6 bis 12 Wochen lang künstlich gekühlt. | | | |
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