Gallen Sicherlich sind sie Ihnen schon einmal in Ihrem Garten aufgefallen: Missbildungen von Pflanzenorganen in vielfältigen Formen und manchmal attraktiven Färbungen, zum Beispiel kleine rötlich-gelbe Kugeln an Eichenblättern. Gemeinsam ist diesen vielförmigen Gebilden, dass sie eigentlich nicht dort hingehören, wo sie sind ... Diese Missbildungen an Pflanzen heissen Gallen, in der Fachsprache Cedien genannt. Durch die Einwirkung von Pilzen, Bakterien und Tieren - Gallmücken, - wespen, - läusen und Gallmilben - kommt es zu Verformungen einzelner Pflanzenzellen oder sogar ganzer Pflanzenorgane. Besonders bizarr ist die Ausbildung sogenannter Hexenbesen, die im Garten häufig an Kirschbäumen auftreten. Dabei bilden sich auf engstem Raum eines Baumasts zahlreiche schwache, ganz dicht beieinander stehende Zweige. Bei Rosen bilden sich nach dem Einstich der Rosengallwespe in junge Blattanlagen sogenannte Rosenäpfel, auch als Bedeguar bezeichnet. Diese Rosenäpfel entstehen durch die dichte Zusammendrängung zahlreicher, missgestalteter Blättchen an der Pflanze. Manchmal verändert sich bei Pflanzen sogar ihr gesamtes Wuchsbild. Die Zypressen-Wolfsmilch zum Beispiel bildet, von einem Rostpilz befallen, nur noch kurze, dicke Blätter, aber keine Blüten und Seitenzweige aus.
|  | Gartenmax Tipp Gallen sind selten eine Gefahr Gallbildungen sind für Pflanzen meist keine tödliche Gefahr; man kann sie deshalb zumindest an ohnehin nur kurzlebigen Pflanzenarten als bizarres Gartenfaszi-nosum belassen. Bei langlebigen Bäumen und Sträuchern sollte man Missbildungen im Holz herausschneiden. | | | |
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