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Gartenplanung 

Liebe Gartenfreunde beachten Sie bitte, dass die Planungshinweise nur sehr allgemein gehalten werden können. Es handelt sich um Prinzipien, die auch in Frage gestellt werden können. Das Grundsätzliche soll Ihnen nur die Ansätze vermitteln, wie wir an die Planung herangehen würden. Wir machen es uns dabei sehr einfach und geben keine Trends vor (hierzu mehr im Februar). Wichtig sind auch immer die Kosten! Bei Neubauten geht man im allgemeinen davon aus, dass die Kosten für die Gartengestaltung 2 bis 10 % der Gesamtbaukosten ausmachen. Dieses Geld fehlt zumeist und des werden dann die üblichen Standardgärten erst einmal eingerichtet. Anders ist es, wenn der Garten umgestaltet werden soll. Hier können durch Wiederverwertung vorhandener Materialien Kosten gespart werden.

Verstehen Sie die Planung und Umsetzung als einen Entwicklungsprozess, der Sie immer wieder auf neue Pfade führt und anregt, etwas anderes auszuprobieren. Grundsätzlich sollten Sie deshalb in Ihrem Garten mehrere Nutzungsbereiche und Gestaltungsebenen haben (so wie Sie es vielleicht schon gemeinsam mit Ihrer Familie bestimmt haben). Achten Sie aber dann darauf, dass diese Bereiche sich ergänzen. Sie sollten unbedingt zwischen natürlicher Überlassung und strenger Nutzung vermitteln. Überlassen Sie es nicht nur Ihrem Geschmack, sondern suchen Sie nach Verbindungen mit der Natur: Nutzen Sie deshalb natürliche Materialien oder greifen Sie auf altes Material zurück (Bauschutt / Bauholz). Ein Prinzip der Gartengestaltung ist, sich weniger an vorgefertigte Bauteile zu orientieren. Verwenden Sie Teile davon, nutzen Sie Ihren Garten für kreatives Spiel und individuelle Gestaltung, nämlich so, wie Sie und Ihre Familie das für richtig halten. Vertrauen Sie dabei auch Ihrer Intuition.

Bei der Planung sollten Sie sich drei Schritte vormerken:

  1. Halten Sie die unveränderlichen Dinge in Ihrer Umgebung fest
  2. Der Abstand zur Strasse und zum Nachbarn, der Sonneneinfall, die Art des Gebäudes, natürliche Höhen und Senken auf dem Grundstück, das Hauptgefälle, die Hauptwindrichtung, der Zusammenhang zwischen Innen und Aussen, notwendige Wegebezüge, Ruhe und Erlebnis, Sichtachsen, Übergangsbereiche, Nutzungsbedarfe für Spiel, Ernte, Bodenverhältnisse ...

  3. Gehen Sie auf die einzelnen Standorte ein
  4. Legen Sie die einzelnen Nutzungsbereiche fest. Wo ist das Hügelbeet sinnvoll? Wo die Terrasse? Wo soll Schatten gespendet werden? Wo kann eine Mauer gebaut werden? ...

    Haben Sie erst einmal Ihre Orte verräumlicht, dann beschreiben Sie diese: Welche Pflanzen eignen sich? Welches Material haben wir noch? Kann der Abtrag von hier, dort aufgehäuft werden? ...

    Vergessen Sie nicht, Ihre Gedanken aufzuschreiben! Die Entwicklung von einem zum nächsten Gedanken wird nachvollziehbar und lässt Zeit dafür, sich immer wieder neues auszudenken, statt sich im Kreis zu drehen.

  5. Machen Sie sich klar, wie Sie das alles auf die Reihe bringen

Womit fange ich an? In welcher Reihenfolge gehe ich vor? Bis wann will ich die Terrasse fertig haben? Wann pflanze ich, was säe ich aus? Kann ich das allein bewerkstelligen?

Manchmal werden Sie merken, dass Nichtstun auch Wirkung zeigt. Und wann etwas zu tun ist, gibt uns der Rhythmus der Natur teilweise vor.

Sie sehen, eigentlich benötigen Sie für die Gartenplanung immer nur die richtige Frage zum richtigen Zeitpunkt für den richtigen Ort. Wenn Sie das auf Papier skizzieren und Ihre Gedanken dazu aufschreiben, haben Sie genügend Rüstzeug, um sich an die Gartengestaltung zu machen. Einen Rat haben wir noch: Skizzieren Sie Ihre Vorstellungen wirklich nur, ohne Massstab! Das was Ihnen wichtig erscheint wird dadurch auch immer grösser dargestellt sein. Da haben Sie schon den Anfang für Ihr Tun. Wenn Sie sich dann nur noch von Ihren Gedanken leiten lassen, sind Sie schon mitten in dem Prozess. Und auch Sie werden dann eine Entwicklung mitmachen...

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