Geissblatt - blütenprächtige Lianen | Aus der großen Gruppe der Geissblätter wird die Sippe der Schlinggewächse botanisch als eigene Untergattung abgetrennt: Sie sind meist kletternde Gehölze, Lianen genannt, oder kriechende Sträucher. Die meisten haben gegenständige, an der Basis verwachsene Blätter. Das Deutsche Geissblatt bildet jedoch eine Ausnahme, denn seine dekorativen Blätter sind deutlich gestielt, elliptisch und nicht verwachsen. Das Deutsche Geissblatt treibt seine Blüten von Juni bis August in dichten Knäueln. Sie bilden duftende, bis 5 cm lange, gelblichweisse bis orangefarbene zweilippige Kronen. Viele der im Laufe der Kultivierung hervorgebrachten Sorten unterscheiden sich in in der Tönung von dieser Urfärbung. Die saftigen, ungeniessbaren Beerenfrüchte changieren von Feuerrot bis zu einem in der Vollreife dunklen Karminrot. Das Deutsche Geissblatt, auch Wald-Geissblatt genannt, ist in Westeuropa, Nordafrika, Kleinasien und dem Kaukasus beheimatet. Die Art wird, ähnlich wie das verwandte Echte Geissblatt (Lonicera caprifolium), auch »Jelängerjelieber» und »Rose von Jericho« genannt, seit Jahrhunderten kultiviert, was sich in der Vielfalt der Gartensorten widerspiegelt. Das blütenprächtige Ziergehölz gedeiht an vollsonnigen Plätzen besser als im Halbschatten; es verträgt Winterfröste, mag jedoch keine trocknenen Gartenböden. Für Fassadenbegrünungen sollten Sie für die Geissblätter stabile Kletterspaliere bereitstellen. |  | Gartenmax Tipp Das Deutsche Geissblatt - heisst botanisch Lonicera periclymenum
- ist namengebend für die botanische Familie der Geissblattgewächse
- ist eine bis zu fünf Meter lange Liane, die sich bestens für die Bepflanzung von Pergolen und Zäunen eignet.
| | Waldgeissblatt | |
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