Gründüngung - Bodenaktivierung auf Kahlflächen Auf Gemüsebeeten, die nach der Ernte nun kahl sind, und auf neu in Kultur zu nehmenden Brachen sollten Sie Pflanzen aussäen, »Gründünger« genannt, die den Boden reaktivieren. Gründünger werden später, kurz vor ihrer Blüte, gemäht und in den Boden eingepflügt oder stehengelassen, damit sie im Winter absterben, sich zersetzen und ihre Inhaltsstoffe dem Boden zuführen. Mit Ausnahme der Gründünger aus der Familie der Schmetterlingsblütler, bei denen symbiontische Knöllchenbakterien freien Stickstoff aus der Luft im Boden binden, ergibt sich dabei kein Nährstoffgewinn. Die Erde erhält nur zurück, was die Gründünger ihr zuvor entnommen hatten. Aber auf dem grün gedüngten Boden wird die Auswaschung von Nährstoffen verhindert, die Erosion durch Wind und Regen vermindert und das »Edaphon«, die Bodenlebewesen vom Bakterium bis zum Regenwurm, gefördert. Für die Aussaat im September eignen sich etliche Gründungspflanzen. Zu den klassischen September-Gründüngern gehört der Feldsalat aus der Familie der Baldriangewächse. Aus der Gruppe der Schmetterlingsblütler können Sie jetzt Futterwicke und Zottige Wicke, Weissen Steinklee und Lupinen in späten Sorten aussäen. Als Gründünger häufig genutzt wird auch der Ölrettich (Raphanus sativus) aus der Familie der Kreuzblütengewächse.
| | | Gartenmax Tipp Gründünger einarbeiten Im Spätherbst, noch vor den ersten Schneefällen, können Sie Gründüngungspflanzen mähen, zerkleinern und in die Gartenerde einarbeiten. Am einfachsten geht die Mahd mit einem starken Rasenmäher, mit dem sie ohne Fangkorb über die Fläche fahren. | | | |
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