Herbstzeitlose - späte Blütenpracht | Die in Vorderasien beheimatete Herbstzeitlose wird in unseren Gärten gern wegen ihrer späten, im September und Oktober sich öffnenden Blüten gepflanzt. Sie schmücken Beete und Rabatten noch dann, wenn der Flor der Sommerblumen längst vergangen ist. Auch als Wildpflanze ist das Liliengewächs in Mitteleuropa an vorwiegend feuchten, humosen Plätzen zu finden. Die Herbstzeitlose ist eine ausdauernhde Staude mit tief in der Erde austreibender Wurzelknolle. Die Röhren der hell lila gefärbten Blüten stecken gut zur Hälfte im Boden; auch der dreifächrige Fruchtknoten der Blüten ist in der Erde plaziert. Nach der Befruchtung ihrer Herbstblüten treibt die Staude im folgenden Frühjahr vier bis fünf Laubblätter aus, in deren Mitte sich auf Erdniveau eine länglich-eiförmige Spaltkapselfrucht mit drei Fruchtfächern und zahlreichen Samen bildet. Der medizinisch bedeutsamste Inhaltsstoff der Herbstzeilosen ist das Demecolcin, das bei der Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt wird. Wegen ihrer pharmazeutischen Bedeutung, u.a. ihrer Heilwirkung bei rheumatischen und Gicht-Anfällen, wird die schöne Knollenstaude weltweit in grossflächigen Arzneigärten angebaut. |  | Gartenmax Tipp Toxisches Colchizin Giftigster Inhaltsstoff in Blüten, Samen und Knollen der Herbst-zeitlosen ist das Alkaloid Colchizin, das bei Erwachsenen bereits in einer Dosierung von 50-100 mg tödlich wirkt. Allerdings ist die Gefahr des versehentlichen Verzehrs gering - auch Haus- und Stalltiere meiden die Giftpflanze meist instinktiv. | | Colchicum x Hybriden "Waterlily" | |
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