Historische Rosen - Genpool der modernen Sorten Rosenliebhaber und Gärtner definieren historische Rosen als solche Sorten, deren Erbgut die Züchtungsarbeit der letzten 200 Jahren maßgeblich beeinflusste. Die moderne europäische Rosenzüchtung setzte um 1800 ein, als die China-Rose in Europa Bedeutung erlangte. Die Mehrzahl der historischen Rosen sind eher schlichte Blüher, die häufig nur einmal im Sommer ihren Flor treiben. Im Vergleich zu den modernen Rosen sind ihre Blütenfarben weniger grell. Zudem gibt es viele Mischfarben wie purpur oder lila, weiss-rot gestreift oder gefleckt. Historischen Rosen riechen häufig besonders stark und verbreiten im Garten einen angenehmen Duft. Die uralte europäische Rosa centifolia, die »Hundertblättrige Rose«, ist als Mutter vieler Zuchtsorten eine der bedeutendsten Rosen. Ihre genetischen Merkmale stecken u. a. in der aus dem Jahr 1860 stammenden centifolienartigen `Reine des Violettes´. Die Blüten dieser Rose sind kreisrund, recht flach und in sanftem Violett gehalten. Zu den bekanntesten alten Rosen gehört auch `La Reine Victoria´ aus dem Jahr 1872. Ihre Blüten haben eine kräftige altrosane Färbung. `Madame Pierre Oger´ wiederum entstand 1878 als Mutation von `La Reine Victoria´, unterscheidet sich von der durch die silbrig-rosafarbenen Blüten. Ebenfalls eine alte Sorte ist die rosa aufblühende, später weisse Strauchrose `Stanwell Perpetual´, die 1838 erstmals vorgestellt wurde.
|  | Gartenmax Tipp Rosarien besuchen Auf Rosen spezialisierte Schau- und Lehrgärten gibt es in vielen deutschen Städten. Ein Besuch lohnt sich für Rosenfreunde stets, weil dort häufig auch alte Sorten zu bewundern sind, die in Gärtnereien nicht mehr angeboten werden. | | Rosa "Paul Noel" | |
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