Hopfen - eine kletternde Nutzpflanze | »Hopfen und Malz - Gott erhalt´s!« - kaum ein Biertrinker, der nicht einmal in bierseliger Laune diese Würdigung des Hopfens gehört hat. In der Landwirtschaft wird Hopfen für die Bierindustrie großflächig angebaut; im Garten hat die Pflanze vor allem als Pergolen begrünende Kletterpflanze und wegen ihrer interessanten Beblätterung und dekorativen Fruchtstände Bedeutung. Hopfen ist eine zweihäusige Schlingpflanze mit im Urzeigersinn windenden Stengeln und meist wechselständigen, bandförmig drei- bis fünflappigen Blättern mit grob gesägtem Rand. »Zweihäusigkeit« bedeutet, dass Hopfenpflanzen jeweils nur männliche oder nur weibliche Blüten bilden; für die Befruchtung der weiblichen Blüten müssen Sie deshalb mehrere Exemplare mit mindestens einem männlichen pflanzen. Genutzt werden die kolbenförmigen, weiblichen Fruchtzapfen, die im Herbst in die Reife kommen. Die Hopfenzapfen werden bei 40-50°C getrocknet. Bei der Trocknung öffnen sie sich, die Hopfendrüsen fallen heraus - und finden als Hopfenmehl Verwendung. Hopfen braucht guten, humusreichen, lockeren Boden und ausreichend Kalk. Als Winder genügt ihm zur Not eine einzelne, senkrecht in den Boden gerammte Stange, an der er emporklimmen kann. Aber auch Laubengänge können Sie mit Hopfen begrünen; an stabilen Klettergerüsten bildet die Pflanze dichtblättrige Wände und Dächer. | | | Gartenmax Tipp Der Hopfen - heisst botanisch Humulus lupulus
- gehört wie Cannabis zur Familie der Hanfgewächse
- enthält in den Fruchtzapfen der weiblichen Blüten ätherische Öle, die medizinisch für Beruhigungtees und als Antiseptikum genutzt werden.
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