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Hornissen

- netter als ihr Ruf

Zugegeben - Respekt flößt sie schon ein, die Hornisse, unsere bei weitem größte heimische Wespe. Wenn die stattlichen Fluginsekten - Kennzeichen: gelb-schwarz geringelter Wespenkörper mit rotem Rückenpunkt an der Taille - kraftvoll durch den Garten brummen, wird´s selbst manch eingefleischtem Naturfreund mulmig zumute. Und erst recht, wenn die mit imposantem Giftstachel bewehrten Jumbos auf dem Dachboden, in Carport oder Geräteschuppen ihr Nest anlegen. Doch Panik ist nicht angebracht, und die Tötung per insektizider Giftdusche sollte unterbleiben: Hornissen sind netter als ihr Ruf.
Hornissen leben meistens in Wald und Park. Aber auch in Haus und Garten, unter schützendem Dach und Fach, bauen sie gern ihr pergamentartiges, papiernes, mehr als Menschenkopf-großes Wabennest aus klebrigem Holzbrei auf. Der wird mit den  kräftigen Mundwerkzeugen von Bäumen und Hausbalken abgeraspelt. Drei Hornissenstiche, so heißt´s landläufig, töten einen Menschen, sieben ein Pferd. Tatsächlich haben Hornissen kraft Körpergröße ein größeres Giftdepot in der Giftdrüse im Unterkörper als z.B. die viel kleinere Deutsche Wespe (Paravespula germanica).


Doch gibt es auch gute Gründe zur Entwarnung: Denn unter den heimischen Wespen-Arten sind gerade die schönen Jumbos die reinsten Pazifisten.. Aggressiv werden sie lediglich, wenn man sie bedroht.

 

Gartenmax Tipp

 Hormissen

  • Zoologisch Vespa crabro
  • Länge 19 - 35 mm
  • Staatenbildend; die Völker können über 1000 Tiere aufweisen
  • Das Volk stirbt im Herbst; nur die begatteten Weibchen überwintern und begründen im Frühjahr neue Völker
   
 

  
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