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Judenkirsche

- Glockenkelche mit Beerenfrüchten

Die Judenkirsche, auch Wilde Blasenkirsche genannt, aus der Familie der Nachtschattengewächse wird wegen ihrer attraktiven Fruchtstände häufig als Zierpflanze im Garten kutiviert. Mit den Herbstfrösten zieht die ausdauernde Staude ihre Blätter ein, und die Fruchtkelche welken. Der Stengel der schönen Zierpflanze ist vierkantig und mit eiförmigen, meist paarweise gegenständig angeordneten Blättern bestückt. Die im Sommer austreibenden Blüten sind grauweiss, ihr glockig aufgeblasener Kelch ist zunächst grün, später orange-rot gefärbt. Im Spätsommer und Herbst bilden sich rote, glänzende Beerenfrüchte, die in dem geäderten, aufgeblähten, verwachsenen und vergrössertem Kelch zunächst eingeschlossen sind, bis er aufspringt und die Früchte freigibt. Die Beeren enthalten zahlreiche, etwa 2 mm lange Samen mit markanter, feiner Netzzeichnung. Während die Früchte verwandter Arten wie der ähnlichen, gelbbraune Beeren bildenden Andenbeere, auch Kapstachelbeere genannt, eine essbare Delikatesse sind, gelten die Beeren der Judenkirsche als ungeniessbar und bisweilen schwach giftig. In der Naturheilkunde Arabiens, ebenfalls Anbauregion der Wilden Blasenkirsche, werden Ingredenzien der Staude als Medikament bei Nierenerkrankungen verwendet; auch in der europäischen Homöopathie hat die Judenkirsche Bedeutung.
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Gartenmax Tipp

Toxische Blätter

Die Judenkirsche enthält in ihrem Wurzelstock das giftige Alkaloid Hygrin, in den Blättern das Lakton Physalin. Vergiftungen sind selten, weil Haus- und Stalltiere die Pflanze meist meiden. Die Beerenfrüchte, insbesondere für Kinder zum Verzehr animierender Pflanzenteil, sind weniger gefährlich, zudem nicht schmackhaft.

   
 

  
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