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Keime

- Frischkost auf der Fensterbank

Keime nennt man junge, gerade aus Samen aufgelaufene, gelbliche Pflänzchen, die noch keine Laubblätter gebildet haben. Keime sind nährstoffreich und vor allem im Winter, wenn der Nutzgarten noch nicht viel hergibt, eine delikate Bereicherung der Gemüsepalette. Man verzehrt sie als Rohkost, über Salate oder auf Butterbrote gestreut. Für die Keim-Kultur eignen sich am besten Samen der Luzerne, auch Alfalfa (Medicago sativa) genannt, wie von Lunjabohnen (Vigna unguiculata), Mungbohnen (Phaseolus aureus), Sojabohnen (Glycine max), Bockshornklee (Trigonella foenum), Kichererbse (Cicer arietinum), Linsen (Lens culinaris), Erbsen (Pisum sativum) und Weizen (Triticum aestivum). Das Samen-Sortiment der Keime ist im Gartenfachhandel, in Reformhäusern und Öko-Läden erhältlich, die Vollwertkost führen. Dort bekommt man in der Regel auch die Keimboxen aus transparentem Kunststoff, in denen man die Keime aus Samen zieht. Dekorativ und zugleich praktisch sind Boxen mit mehreren, übereinander stapelbaren Gefäßen, sodass Sie Keime verschiedener Pflanzenarten gleichzeitig kultivieren können. Dabei werden mit Ausnahme der untersten alle Schalen mit Samen bestreut; in die oberste Schale wird Wasser gegossen, das durch ein Röhrensystem langsam durch alle Etagen in die unterste Schale sickert.
 

Gartenmax Tipp

Keime richtig befeuchten

Für die Keimung brauchen Samen Wasser. Versorgt man sie mit jedoch mit überreichlichen Wassermengen, faulen sie. In der Regel sollten Sie mehrschalige Keimboxen mit einem halben Liter Wasser täglich versorgen; überflüssiges Wasser, das sich in der untersten Schale sammelt, wird abgegossen. Je nach Pflan-zenart sind Keime zwei bis vier Tage nach der Aussaat erntereif; vor dem Verzehr sollte man sie gründlich spülen.

   
 

  
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