Kirschlorbeer| Aus der artenreichen Gattung Prunus sind viele Steinfruchtkulturformen gezüchtet worden. Zu den wildwachsenden, giftigen Arten gehört der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus), der vom nördlichen Mittelmeergebiet bis Kleinasien sowie im Kaukasus und im Iran heimisch ist. In den Naturarealen wächst er in Bergwäldern, vor allem unter Buchen. Der immergrüne Strauch oder kleine Baum erreicht eine Höhe von 3 bis 5 m. Die lederartigen, oberseits glänzenden Blätter werden bis zu 15 cm lang. Die Blütezeit beginnt meist im April. Die Blüten sind weiß gefärbt und bilden schwarzglänzende Steinfrüchte in einer bis zu 20 cm langen Blütentraube aus. Die Früchte enthalten einen spitzen, glatten Kern. In Mitteleuropa wurde der Kirschlorbeer erst im 16. Jh. bekannt. 1574 brachte ihn der Botaniker Clusius zusammen mit anderen exotischen Pflanzenarten aus Konstantinopel nach Wien. Diese Art aus der Gattung Prunus enthält in den Blättern das zyanogene Prunasin und Prulaurasin; diese Stoffe spalten beim Gären die stark giftige, nach Mandeln duftende Blausäure ab, die auch bei der bekanntlich sehr giftigen Bittermandel (Prunus amgdalis) den Verzehr zum Todesspiel macht. Trotz der Giftgefahr ist der Kirschlorbeer wegen seiner immer-grünen Beblätterung und der attraktiven Blütenstände eine häufig kultivierte Garten- und Kübelpflanze. |  | Gartenmax Tipp Gefährliche Blausäure Wie bei allen giftigen Gartenpflanzen besteht vor allem für Kinder und Haustiere Ge-fahr. Vergiftung durch Blau-säure führt zu Angstgefühlen, Atemnot, Kopfschmerzen, Zittern, Erbrechen und Ohnmacht. Mit der Lähmung des Atmungs- und vasomotorischen Zentrums tritt der Tod durch Ersticken ein. | | | |
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