Kräuterbrühe- selbst gemacht | Im naturnahen Garten favorisiert man mit Erfolg die Regulationsmechanismen der Natur; der Einsatz chemisch-synthetischer Gifte gegen Pflanzenschädlinge sollte die Ausnahme bleiben. Weniger wirksam als diese, aber auch mit weniger Nebenwirkungen und Vergiftungsgefahr für Sie selbst beladen, sind Pflanzenextrakte. Als Jauche verwendet oder als Tee aufgekocht, werden sie nach Abkühlung auf von Schädlingen befallene Pflanzen gespritzt. Jauchen aus den bis zu 2 m langen Wedeln des Adlerfarns (Pteridium aquilinum) wirken gegen Blut- und Schildläuse und gegen die Rote Spinne. Für die Jauche versetzt man Adlerfarnkraut mit Wasser im Gewichtsverhältnis 1:10. Rainfarn gehört nicht zu den Farnen, sondern ist der von Juli bis September blühende, häufig an Feld- und Straßenrändern angesiedelte Korbblütler Tanacetum vulgare. Der im Verhältnis 3:10 aus Rainfarnkraut und Wasser hergestellten Jauche wird Schutzwirkung gegen Viren, Pilze, Milben und Insekten zugeschrieben. Das Kraut des Acker-Schachtelhalms (Equisetum arvense) wird als Tee-Tonikum gegen Grauschimmel, Mehltau, Rost und Schorf gespritzt; den Tee sollten Sie aus 15 g getrockneten Krauts mit 1 Liter Wasser aufkochen. Nach der Abkühlung wird die Lösung fünffach verdünnt und nur an sonnigen, regenfreien Tagen auf schädlingsbefallene Pflanzen gespritzt. | | | Gartenmax Tipp Kräuter aus der Apotheke Pflanzenschutzkräuter erhalten Sie in der Apotheke. Bei der Spritzung sollten Sie Tee oder Jauche mit etwas flüssiger Schmierseife als Haftmittel versetzen. | | | |
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