Löwenzahn - nicht immer ein Unkraut | Es gibt wohl kaum einen Ort in Mitteleuropa - vom Flachland bis zu den unteren Gebirgslagen - wo der Löwenzahn nicht zu finden ist. Er bildet oft großflächige Bestände und ist in Aussehen und Wuchshöhe variabel. Für viele Gartenbesitzer ist der Löwenzahn ein Ärgernis - die vitale Pflanze siedelt sich stets und überall an, in Plattenritzen auf Terrassen, in Blumenbeeten, im Rasen. Weil sie eben häufig dort gedeiht, wo man sie nicht haben möchte, ist sie zum »Unkraut« avanciert, mit dessen Entfernung man im Gartenjahr viel zu tun hat. Gleichwohl ist der Löwenzahn eine blütenprächtige und zudem nutzbare Pflanze. Aus einer Pfahlwurzel, die wie die ganze Pflanze bei Verletzung weissen Milchsaft absondert, entwickelt sich eine grundständige Rosette mit lanzettlichen Blättern. Die leicht brechenden Blütenschäfte tragen an ihrer Spitze große, nur von gelben Zungenblüten gebildete Blütenkörbchen. Die kleinen Früchte sammeln sich in Fruchtständen, die mit einem schirmartigen Haarkranz versehen sind. Aus jungen Löwenzahnblättern angerichteter Salat, mit Kräuteressig und Öl angemacht, ist eine Delikatesse. Die Blütenkörbchen können Sie - ohne Stiel - frisch wie auch nach schneller Trocknung in der Sonne oder bei 40°C im Backofen für das Kochen von Sirup verwenden. Für medizinische Zwecke findet vor allem die Pfahlwurzel Anwendung, die im Herbst oder im Frühjahr ausgegraben wird. |  | Gartenmax Tipp Der Löwenzahn
- heisst botanisch Taraxacum officinale
- gehört zur Familie der Korbblütengewächse
- wird in Medizin und Pharmazie als Entwässerungsmittel verwendet.
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