Misteln| Zur Gattung Viscum zählen etwa 70 Halbschmarotzerarten, die vorwiegend im tropischen und subtropischen Afrika und nur mit wenigen Arten in Asien, Nordaustralien und Europa vertreten sind. Die in Europa verbreitete Weiße Mistel wächst als Halbparasit vor allem auf Laubbäumen, seltener auch auf Tannen und Föhren. In manchen Gärten hat sie sich selbsttätig angesiedelt, weil die Samen ihrer weißen Früchte nach Vogelfraß mit deren Kot verbreitet werden. Der Mistelsamen treibt bei der Keimung auf Bäumen kleine Wurzeln aus, Haustorien genannt, mit denen sich die Pflanze im Holz verkrallt. Mit Hilfe der Haustorien dringt sie in die innersten Holzschichten des Wirtsbaumes ein und entnimmt denen Nährsalze. Die Weiße Mistel wächst nur sehr langsam; ihre kugelförmigen Zweig- und Blättergebilde in den Baumkronen wachsen sich zu etwa 100 cm Durchmesser aus. Die Stiele sind unten holzig und verästeln sich meist gabelig nach oben. Die Zweige sind zart und gelbgrün gefärbt, die derben, lederigen und ganzrandigen Blätter etwa 3-5 cm lang. Die Mistel blüht meist im Spätwinter, oft auch im Februar. Von den blattachselständigen Blüten sind die männlichen größer als die weiblichen. Die beerenartige Frucht ist weiß und hat eine klebrige Hülle. Im Blatt und im Preßsaft der Pflanzen bildet sich der Wirkstoff Viscotoxin, der sich aus knapp 50 Aminosäuren zusammensetzt. | | | Gartenmax Tipp Die Weiße Mistel - heißt Viscum album
- ist namengebend für die botanische Familie der Mistelgewächse
- bildet Blätter mit kardiologisch und antisklerotisch wirksamen Stoffen, die in der Medizin als Heilmittel genutzt werden
- darf wegen toxischer Nebenwirkungen nicht ohne ärztlich-pharmazeutische Kontrolle verwendet werden.
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