Okulation - Pflanzenvermehrung durch Knospen | Im Spätsommer können Sie Gartengehölze durch Okulation vermehren. Okulation heisst eine Veredlungstechnik, bei der die Knospe einer Edelsorte, »Auge« genannt, auf einen Wurzelteil, »Unterlage« genannt, gesetzt wird. Aus der Knospe spriesst die neue Pflanze, deren Wuchskraft und Ausbildung durch die Unterlage beeinflusst wird.Durch Okulieren vermehrt man zum Beispiel Rosen und Obstgehölze. Die Vermehrung im Spätsommer ist eine sogenannte »Okulation auf das schlafende Auge«. Denn die in die Unterlage eingesetzte Knospe »schläft« bis zum nächsten Frühjahr und treibt erst dann aus. Aus dem jungen Trieb entwickelt sich dann die neue Pflanze, die bei manchen veredelten Arten, z.B. bei Pfirsich und Nektarine, beeits im ersten Wuchsjahr Seitentriebe bildet. Okuliert wird am besten Ende August bis Anfang September, wenn sich die Rinde der Gehölzteile besonders leicht löst. Nach der Säuberung aller Pflanzenteile schneiden Sie einen T-förmigen Ritzer in 10 cm Höhe in die Rinde der Unterlage. In die wird das lanzett-schildförmig aus dem Edelreis geschnittene, Auge geschoben, die Wunde dann mit Gummibreitband fest verbunden. Bereits nach wenigen Wochen ist die eingesetzte Knospe fest mit dem Holz der Unterlage verwachsen. | | | Gartenmax Tipp Lohnende Vermehrung Im Garten lohnt sich die Vermeh-rung durch Okulation dann, wenn Sie besonders kräftige, gesunde, prächtige Pflanzen vervielfachen möchten. Das Edelreis mit Augen schneiden Sie von Ihrer Pflanze, die passende Unterlage bekommen Sie in Baumschulen. | | | |
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