Pfaffenhütchen Die Gattung Euonymus ist sehr artenreich. Die meisten der über 200 Arten kommen im tropischen Südostasien vor, einige weitere auch in den gemäßigten Zonen Nordamerikas und Europas. Das Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) ist in Europa heimisch und im Osten bis zum Kaukasus, der Krim und Westsibirien verbreitet. Der Strauch wächst in Naturarealen in humusreichen Wäldern und in Ufergebüschen. Humosen, nie ganz trockenen Boden auf halbschattigem Platz braucht das Pfaffenhütchen auch als Gartenpflanze. Der 2 bis 3 m hohe Strauch hat gegenständige, gestielte Blätter. Die jungen Zweige sind deutlich vierkantig. Das Pfaffenhütchen blüht ab Mai und verströmt dann einen unangenehmen Geruch. Die gestielten, vierzähligen Blüten stehen in Rispen. Die Blütenkrone ist grünlich-weiss, die Fruchtkapseln sind hell- bis karminrot gefärbt und erinnern in ihrer Form an das Barett eines katholischen Priesters - weshalb diese Pflanze ihren Namen erhielt. Nach dem Reifen und Platzen der Frucht hängen die Samen an einem Faden heraus und werden von Singvögeln verspeist und oft auch verbreitet. - Für die Kultur im Garten ist das Pfaffenhütchen vor allem wegen seiner bizarren, auffälligen und dekorativen Fruchtform interessant, die keine andere Gartenpflanzenart in gleicher Form und Farbe aufweist. | | | Gartenmax Tipp Die Frucht lockt Das Pfaffenhütchen enthält in allen Pflanzenorganen giftige, chemisch noch unzureichend analysierte Alkabide und Glykosidverbindungen (Evonosid), die auch herzaktiv wirken wie das Digitalis des Fingerhuts. Die Samen enthalten Glyzerintriacetat, das abführende Wirkungen hat. Eine Vergiftung äussert sich erst mehrere Stunden nach Verzehr von Pflanzenteilen mit Entzündung des Verdauungsapparats und krampfartigem Durchfall. Begleiterscheinungen sind Kreislauf- störungen, Erbrechen, kalter Schweiß. Tödliche Vergiftungen kommen meistens bei Kindern nach dem Verzehr von Früchten vor. | | | |
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