Rasenansaat Wann kann Rasen gesät werden? Die günstigsten Auflaufbedingungen für Rasen liegt bei 8°C Bodentemperatur bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit. In der Praxis bedeutet dies, daß man ab Mitte April mit der Aussaat beginnen kann. Der letzte Aussaattermin dürfte je Witterung im Oktober liegen. Rasen ist nur im Keimstadium gegen Trockenheit und Frost empfindlich. Es ist also darauf zu achten, daß während der Keimung ausreichend gewässert wird. Frühe Aussaaten können gut gelingen bei Rasenmischungen von Arten mit geringer Keimtemperatur; sie sollten aber wegen der verbundenen Gefahren nicht die Regel sein. Wieviel Saatgut verwendet man? Für den Gärtner maßgeblich ist die DIN 18917, die genaue Angaben darüber macht, wieviel Samenkörner pro m² ausgesät werden müssen. Die sich im Handel befindlichen Regelsaatgutmischungen geben präzise an, wieviel Saatgut pro m² auszubringen ist, in Abhängigkeit von den Bodenverhältnissen. Wie säen wir an? Für größere Rasenflächen wird in der Regel mit einer Rasenbaumaschine gearbeitet. Sie bietet den Vorteil, daß in einem Arbeitsgang das Saatgut verteilt, eingearbeitet und angewalzt wird. Für den privaten Haugarten empfiehlt sich die Handansaat oder einfache Sämaschinen. Mit etwas Erfahrung läßt sich die Saat per Hand aussäen. Hierbei wird für die geplante Fläche das Saatgut geteilt und im ersten Arbeitsgang in einer Richtung gehend breitwürfig ausgesstreut. Im zweiten Arbeitsgang wird quer zur ersten Arbeitsrichtung gestreut. Schon leichter Wind kann die Arbeit undurchführbar machen. Sicherer bringt man die Rasensaat mit einem Steuwagen aus. Bei allen Aussaaten ist darauf zu achten, daß sich die unterschiedlich großen und schweren Grassamen nicht entmischen. Es ist von Vorteil direkt vor der Aussaat das Saatgut nachzumischen. Da Gräser Lichtkeimer sind, benötigt die Saat eine Einbautiefe von nur 0,5 bis 1cm. Hierzu wird mit einer Igelwalze oder mit dem Rücken eines Holzrechens die Saat flach eingearbeitet. Gewalzt wird nur bei trockenem Wetter ( Satt klebt sonst an der Walze), um die Saat an den Boden zu drücken und ein Bewurzeln zu erleichtern. Das Walzen hat einen zweiten Nebeneffekt: die Bodenoberfläche wird geglättet und erleichtert das spätere Mähen. Für kleinere Rasenflächen mag es ausreichen, die Rasensamen mit Trettbrettern , die man sich unter die Schuhe bindet, Schritt für Schritt festzutreten.
|