ResistenzBiologie im Garten: | Unter der »Resistenz« einer Gartenpflanze gegen Schädlinge versteht man ihre Fähigkeit, Schädlingsangriffe unter geringeren Einbußen an Lebenskraft zu überstehen als eine vergleichbare Pflanze dies unter gleichen Umständen vermag. Resistenz bei Kulturpflanzen hat stets zwei Quellen: Zum einen die erblich festgelegte Fähigkeit der Pflanze, auf den Schädlingsangriff zu regieren; zum anderen nehmen die Unweltbedingungen Einfluss auf Pflanze und Schädling. Das Ziel der Resistenzzüchtung bei Kulturpflanzen ist deshalb die Änderung des Erbguts, sodass Schädlingen der erfolgreiche Angriff erschwert wird. Eine der ältesten Erfolge bei der Nutzung von Resistenzen trug sich Mitte des vergangenen Jahrhunderts zu: Damals drohte der gesamte Bestand der europäischen Weinreben durch Massenvermehrung der europäischen Reblaus zugrunde zu gehen. Es stellte sich jedoch heraus, dass die amerikanische Rebe eine erbliche Widerstandskraft gegen die Reblaus besaß. Fortan wurde wurde die Amerika-Rebe als Wurzelunterlage benutzt, auf die alle europäischen Edelsorten des Weins aufgesetzt wurden. Durch diese Ausnutzung der Resistenz konnte der europäische Weinbau gerettet werden. Im Samensortiment für die Gemüse- und Blumenaussaat im Garten ist heute nahezu jede moderne Sorte dank Resitenz-züchtung widerstandsfähiger gegen artspezifische, häufige Krankheiten als es alte Sorten waren. | | | Gartenmax Tipp F1-Hybriden Wenn Sie Samentütchen mit Gemüse- oder Blumensaat kau-fen, stoßen Sie überwiegend auf als »F1-Hybride« gekennzeichnete Sorten. »F1« steht für »Filia 1«, nämlich die erste Tochtergeneration aus einer Sortenkreuzung. F1-Hybriden sind besonders vitale Sorten; die Züchtungen sind z.B. resistent gegen bestimmte Pflanzenkrankheiten oder beson-ders ertragsstark. | | | |
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