Rosskastanie| Rosskastanien stammen aus einem nur kleinen Gebiet in den Berglandschaften des Balkans, Griechenlands und Mazedoniens. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde die Kastanie von Istanbul an den bedeutenden Botaniker Clusius nach Wien gesandt. Im 17. Jahrhundert begann von Österreich aus der Siegeszug der Rosskastanie durch Europa; als grosswüchsiger, dekorativer, üppig blühender Baum eroberte sie nahezu alle europäischen Schlossparks, Alleen und grossen Gärten. Die Rosskastanie ist ein großer, starker Baum mit schuppiger Borke, braun befilzten jungen Zweigen und sehr großen, klebrigen Winterknospen. Die handförmig geteilten Blätter werden von kräftigen, bis zu knapp 30 cm langen Stielen getragen. Die Blattspreite kann bis zu 35 cm breit werden. Besonders attraktiv - und deshalb oft im Garten gepflanzt - sind die aufrechten, pyramidenförmigen, sich aus Wickeln zusammensetzenden Blütentrauben aus bis zu 90 Einzelblüten; sie öffnen sich je nach Wetter ab April, meist erst im Mai, innerhalb der Traube von unten nach oben. Zierwert haben aber nicht nur die Blüten, sondern auch die im Herbst reifenden, mit Stacheln besetzen Kapselfrüchte mit den ovalen Kastanien, die durch ihre holzartige, edel glänzende Samenschale faszinieren. |  | Gartenmax Tipp Die Rosskastanie - heisst Aesculus hippocastanum
- ist namengebend für die botanische Familie der Rosskastaniengewächse
- enthält in Rinde, jungen Blüten und Blättern Saponine und Flavonoide, die in der Natur-heilkunde u.a. als Blutgerinnungsmittel genutzt werden.
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