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Abwehrkampf der Pflanzen

- Schutz durch Wachstum

Seit Jahrmillionen ist es das selbe Lebensspiel: Tiere wollen Pflanzen fressen - doch die wollen nicht gefressen werden. Mit faszinierenden Tricks und Strategien gelingt es der Natur, Pflanzen beim Überlebenskampf zu helfen. Was im ökologischen Kampf zwischen Pflanze und Tier abgeht, können Sie auch im Garten beobachten.
Pflanzen haben kein Bewusstsein, keinen Willen, und sind, fest verankert in der Erde,  ortsgebunden. Deshalb können sie sich nicht willentlich, spontan und frei beweglich gegen ihre Fressfeinde wehren. Doch in der seit Jahrmillionen währenden Evolution von Pflanze und Tier hat die Natur Methoden entwickelt, die das Opfer vor dem Täter schützt und manche Pflanze vor dem tödlichen Verbiss durch tierische Schädlinge bewahrt.
Viele Pflanzen sind durch Besonderheiten in Körperbau und Entwicklung geschützt: Die Ausbildung besonders harter Gewebe, »Sklerenchyme« genannt, bewahrt zum Beispiel Flatterbinsen und Borstgräser vor dem tierischen Verbiss.
Minierfliegen-Larven etwa, die sich in Stengel und Blätter des Löwenmäulchens bohren, werden in ihren eigenen Fraßgängen zu Tode gedrückt, weil die Pflanze bei den ersten Fraßschäden in den Larvengängen sofort ein starkwüchsiges Wuchergewebe erzeugt - Feindesvernichtung durch Wachstum ist eine häufige Verteidigungsform im Pflanzenreich.
 

Gartenmax Tipp

Symbiose
heisst das Zusammenleben von Lebewesen verschiedener Arten, das beiden Partnern gegenseitige Vorteile verschafft. Ein im Garten häufig zu beobachtendes Bei-spiel ist das Zusammenleben von Ameisen und Blattläusen- erstere bieten den Läusen Schutz, wäh-rend die ihrerseits mit der Erzeu-gung von Honigtau die Ameisen ernähren.

   
 

  
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