Seidelbast| Die Gattung Daphne umfasst etwa 50 in Europa, Asien und Nordafrika heimische Arten. Die Wildform des Gemeinen Seidelbasts (Daphne mezerum) kommt von Europa bis nach Sibirien vor und wächst in lichten und warmen Laub- und Mischwäldern. Wegen seiner frühen Blüte noch vor dem Blattaustrieb - meist öffnet er sich schon ab Februar - ist der etwa 150 cm hoch wachsende Strauch eine beliebte Gartenpflanze. Die stark duftenden, rosaroten Blüten entspringen den Achseln abgefallener, vorjähriger Blätter. Die Blüte hat vier Kelchblätter, aber keine Kronblätter. Die roten Steinfrüchte enthalten ölhaltige, große, braune Samen. Auch der mit nur 50 cm Höhe kleinere Rosmarin-Seidelbast ist ein beliebter Zwergstrauch für den Garten. Er unterscheidet sich vom Gemeinen Seidelbast vor allem durch die überwinternden Blätter und bildet dunkelrote, wohlriechende Blütendolden. Beide Seidelbastarten bilden starke Gifte.. In sämtlichen Pflanzenteilen, vor allem aber in den roten Früchten, ist das giftige Diterpen Mezerein enthalten. | | | Gartenmax Tipp Kinder sind gefährdet Bereits wenige Beeren können tödlich wirken. Vergiftungssymptome äußern sich durch bitteren Geschmack im Mund, übermäßige Speichelbildung, Koliken, blutigen Durchfall, schmerzhaftes Urinieren sowie Blut im Harn, durch Muskelkrämpfe und Atemnot. Auch leichtere Vergiftungen führen zu Nierenschädigungen. Äusserlich verursacht Mezerein Blasenbildungen und Hautentzündungen. Bei Tieren kommt es selten zu Vergiftungen, da sie den Strauch wegen des Bittergeschmacks meiden. | | | |
|