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Spinnen

- bizarre Gliederfüßer

»Spinne am Morgen bringt Kummer und Sorgen« - nicht jeden Unsinn, den der Volksmund einst gedichtet hat, muss man glauben. Die Biologie der Spinnen gehört zum Interessantesten, was die Tierwelt im Garten zu bieten hat. Innerhalb der Gliederfüßer ge­hören die Spinnentiere zum Unterstamm der Fühlerlosen (Chelicerata); bei ihnen arbeiten die Mundwerkzeuge nicht kieferartig wie bei Insekten, sondern als Klauen zum Ergrei­fen der Beute. Diese Kieferklauen, »Cheli­ceren« genannt, sind häufig mit Scheren bewehrt. Spinnentiere sind sehr vielgestaltig. Neben abge­flachten Formen (z.B. der Gei­sselspinnen) gibt es langgestreckte, drehrunde Gestalten (Walzenspinnen, viele Webspin­nen) und rundlich-plumpe Tiere, die an ihren Spinnfäden hängen, statt auf dem Untergrund zu laufen (z.B. Rad­netzspinnen). Immer aber sind Spinnen in zwei Abschnitte gegliedert. Dabei ist der Kopf mit den Kieferklauen, den Kieferfüh­lern (Pedipalpen) und vier Lauf­beinpaaren im Vorderkörper zusammenge­fasst. Die meisten Spinnen leben räuberisch. Sie können jedoch keine Beute verschlingen, weil ihre Mundöffnung eng ist. Die Laden der Kieferfühler bilden einen Mundvorraum. Hier sammelt sich die Nahrung an, nachdem sie durch das Einwei­chen der Beute mit Verdauungsenzymen ver­flüssigt worden ist. Der flüssige Nahrungs­brei wird dann aufgesogen. Zoologen sprechen von einer »ExtraintestinaIen Ver­dauung«, der Nahrungszersetzung ausserhalb des Spinnendarms.
 

Gartenmax Tipp

Spinnen

  • im engeren Sinn heissen in der zoologischen Nomenklatur Araneida
  • zählen wie Milben, Pseudo-skorpione und Weberknechte zur Klasse der Spinnentiere, »Arachnida« genannt
  • treten in Mitteleuropa in etwa 30 zoologischen Familien auf, von denen landläufig die Rad-netzspinnen (Araneidae) die bekannteste ist.
   
 

  
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