Süsskirschen - reiche Ernte in vielen Sorten | Die Süsskirsche stammt von der Vogelkirsche (Prunus avium) ab, deren Heimat Kleinasien und der Kaukasus ist. Schon im Altertum kannten die Griechen und Römer zahlreiche Kultursorten. Viele Sorten sind dann mit den römischen Herrzügen nach Deutschland geraten. Zwischen 1600 und 1800 bereits wurden hier Dutzende von Kirschsorten klassifiziert. Einige dieser alten Kirschen wie ,Große Prinzessin', ,Dönissens Gelbe Knorpel' sind noch heute im Anbau; die meisten der heutigen Sorten sind über100 Jahre alt. An ihren Standort stellt die Süsskirsche nicht besonders hohe Ansprüche. Wichtig sind durchlässige, lehmhaltige Böden mit guter Durchlüftung. Jährliche Niederschlagsmengen um 600-800 mm sind optimal. Während der Ernteperiode sollte es idealerweise regenfrei sein, weil sonst die Früchte faulen oder platzen. Extrem tiefe Wintertemperaturen unter -25°C schädigen Holz und Knospen der Süsskirsche. Alle Sorten sind auf Unterlagen veredelt; als Unterlage dienen meistens Vogelkirsch-Sämlinge, von denen es eine Reihe verschiedener Typen gibt. Die Sämlingskombination ergibt grosskronige Bäume, die oft acht Meter und höher werden und Pflanzabstände von 8-10 m erfordern. Bei den grosskronigen Süsskirschbäumen ist in der Jugend ein sorgfältiger Kronenaufbau besonders wichtig, um später grosse Schnitteingriffe zu vermeiden. Quirlbildungen der Leitäste, starker Schnitt und ungeeigneter Standort führen zu Gummifluß. | | | Gartenmax Tipp Kombinationspflanzung Fast alle Süsskirschsorten sind selbstunfruchtbar, auf Fremdbefruchtung durch andere Sorten angewiesen. Sie müssen deshalb mindestens zwei Bäume verschiedener Sorten pflanzen, wenn nicht in der Nachbarschaft bereits eine andere Sorte steht. Sehr gute Befruchter-sorten sind ,Hedelfinger', ,Schneiders Späte Knorpel' und ,Van'. | | | |
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