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Tiere im Boden

Aber zum Boden gehören nicht nur die mineralischen, anorganischen Bestandteile, sondern auch die organischen, also die organische Bodensubstanz. Auch hier lässt sich eine richtige Entstehungsgeschichte schreiben. Zu der organischen Bodensubstanz gehören die lebendigen Bodenorganismen genauso wie das abgestorbene organische Material . Letzteres, also das abgestorbene organische Material, wird als Humus bezeichnet.

Schauen wir uns mal die Zusammensetzung der organischen Bodensubstanz eines guten Gartenbodens an: Humus ( 85 % ), Pflanzenwurzeln ( 10 % ) , Bodentiere und - pflanzen ( 5 % ) .

In diesen 5 % Tieren und Pflanzen sind vor allem die sog.  Destruenten , die im Kreislauf der Stoffe eine so grosse Rolle spielen, enthalten. Das sind all die Tiere, die abgestorbenes Pflanzen- und Tiermaterial zerkleinern und abbauen. Sie leben alle davon und tun einen wichtigen Dienst. Das alte Material wird weggeräumt und die darin enthaltenen Mineralstoffe werden wieder freigesetzt.

Hauptsächlich sind hier die Bakterien zu nennen, die die organische Substanz bis ins Kleinste, bis nur noch Mineralien übrig bleiben auflösen. Sie veratmen die in der organischen Substanz enthaltene Energie, alles was an Zuckern u.s.w. noch da ist bauen sie ab. Die mineralischen Nährstoffe werden wieder frei, lösen sich im Bodenwasser, sodass sie von der Pflanzenwurzel aufgenommen werden können.

Unter den vielen Bakterien im Boden gibt es die nitrifizierenden Bakterien. Sie haben eine kleine Sonderrolle. Beim Abbau von Eiweiss entsteht hauptsächlich Ammoniak (NH 4), das ist eine chemische Verbindung die Pflanzenwurzeln gar nicht aufnehmen können. Diesen Ammoniak wandeln sie um in eine Verbindung, die die Pflanze gut aufnehmen kann. Das Nitrat (NO 3) ist sozusagen der Hauptnährstoff der Pflanze.

Oder eine andere Gruppe von Bakterien: die freilebenden, stickstoffbindenden  Bakterien. Die Pflanze kann mit dem Stickstoff in der Luft, dem molekularen Luftstickstoff (N 2), gar nichts anfangen. Sie ist einfach nicht in der Lage ihn zu nutzen. Die stickstoffbindenden Bakterien im Boden machen genau das: sie wandeln den Luftstickstoff in pflanzenverfügbaren Stickstoff um.

Die Bakterien sind aber nicht die einzigen Mikroorganismen ( Kleinstlebewesen ) im Boden. Eine wichtige Rolle als Destruenten spielen die Pilze, die auch einen guten Teil der Abbauarbeit übernehmen

Wir hatten gesehen, dass zu einem Boden nicht nur die mineralischen Bestandteile gehören, sondern auch seine organischen. Ein Teil dieser organischen Masse im Boden, so hatten wir gehört, sind lebende Pflanzen und Tiere, von denen die sog. Destruenten die wichtigsten sind.
Doch nicht nur solche Mikroorganismen, wie Bakterien und Pilze gehören dazu. Auch die grossen Bodentiere sind Destruenten.

Ein Erdfresser, wie er auf zoologisch heisst, ist der Regenwurm. Des Nachts kommt er aus seiner Bodenröhre nach oben gekrochen und zieht sich Laub u.ä. in den seinen Gang hinein, was er dann tagsüber aufnagt und verdaut. Sein Kot ist idealer Humus ! Durch besondere Exkrete des Regenwurmdarmes zusätzlich gefestigt und geformt bringt diesen Humus von der Oberfläche in tiefere Bodenschichten.Und durchlüftet den Boden. So wirkt die Arbeit des Regenwurmes wie ein besonders gutes und feines Umgraben. Nur dass es nie ein Regenwurm ist, sondern viele, die so im Boden wirken.

Nicht zu vergessen, die Bodenkäfer und ihre Larven, die vielen Tausendfüssler, Spinnen und Asseln, die man leicht findet, wenn man im frischen Kompost gräbt. Dazu kommen noch verschiedene andere Würmer, Insekten und einzellige Tierchen, die alle organisches Material zerkleinern und Humus produzieren. Was ist nun aber das besondere an Humus ?

 

  
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