Tollkirsche - Gefahr für Kinder | Wenn die Tollkische nach der im Frühsommer einsetzenden Blüte im August ihre Früchte bildet, sollten Sie auf Ihre Kinder Obacht geben. Denn kaum eine Pflanze verlockt zu solch tragischen Verwechslungen wie die Tollkirsche. Der Name ist Programm: Aus den meist purpurfarbenen Blüten entwickeln sich in sternförmigen, zur Reifezeit sich öffnenden Kelchen schwarzviolette, saftige Beerenfrüchte, die Kirschen ähneln - und leider zum Giftigsten zählen, was der Garten zu bieten hat. Der Verzehr der Früchte führt zunächst zu starker Erregung und Tobsuchtsanfällen, dann zu tödlicher Lähmung der Atemorgane. Wegen ihrer Giftigkeit wird die bis zu 150 cm hohe Staude in Gärtnereien kaum angeboten. Weil sie jedoch in unseren Naturarealen weit verbreitet ist, vor allem an Waldrändern, unter lichten Buchenbeständen und auf Kahlschlägen, besiedelt sie nach Verschleppung ihrer Samen durch Tiere häufig auch Gärten - wo die Tollkirsche meist in Unkenntnis ihrer Giftigkeit wegen ihrer attraktiven, becherförmigen Blüten und der dekorativen, grossen, eifförmigen Blätter geduldet wird und sich bisweilen weiter ausbreitet. | | | Gartenmax Tipp Toxische Kirschen Alle Organe der Tollkirsche, vor allem aber die kirschähnlichen Früchte, enthalten stark giftige Alkaloide, u. a. Atropin, Belladonnin und Scopolamin. Bereits 0,01 bis 0,1 Gramm der Toxine vergiften tödlich, was dem Verzehr von etwa 10-20 Tollkirschen entspricht. | | | |
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