Ton als BodenbestandteilDie Entstehung des mineralischen Bodenbestandteils aus den Verwitterungen und die Korngrössenklassen hatten wir uns angeschaut. Die Tonminerale müssen wir uns noch genauer angucken, denn sie sind wichtig für die Fähigkeit der Böden zur Wasserbindung , Gefügebildung, Nährstoffaufnahme. .
Wir wissen, dass die Tonminerale winzig kleine Kristalle sind. Das bedeutet, dass im Vergleich zu ihrer tatsächlichen Masse eine enorm grosse Oberfläche vorhanden ist. Und die riesige Oberfläche bildet den Kontakt zu den Wassermolekülen. Dazu kommt noch, dass ihre Oberfläche meist leicht negativ elektrisch geladen ist. Da auch das Wassermolekül eine leichte elektrische Ladung aufweist, nämlich eine positive und eine negative Seite, ziehen sich Tonkristall und Wasser besonders stark an. Diese besondere Eigenschaft des Tons nennt man die Wasserbindung. Sie ist verantwortlich dafür, dass der Ton sich nicht wie Sand, sondern wie Knetmasse verhält. Weil die einzelnen Tonkristalle das Wasser so stark an sich binden, halten sie zusammen und Sind leicht aneinander verschiebbar.
Diese Eigenschaft des Tons ist auch verantwortlich dafür, dass z.B. lehmige Böden ( Lehm ist ein Gemenge von Sand, Schluff und Ton. ) eher eine gute Bodenstruktur oder Krümelung bilden.
Die Nährstoffe der Pflanzen, ich meine die Düngeelemente, liegen im Boden als Salze im Bodenwasser gelöst vor. Kalzium (Ca), Magnesium (Mg), Kalium (K), Natrium (Na), Aluminium (Al) sind wichtige Nährelemente, die als Salze in den Boden hinein kommen und sich im Bodenwasser auflösen. Aufgelöst haben auch sie eine leichte elektrische Ladung, man nennt sie Ionen, und können sich leicht an die Tonkristalle im Boden binden. Diese Fähigkeit der Tonminerale Nährstoffe zu binden und sie aber unter Umständen auch wieder abgeben zu können, ist für die Pflanzenernährung von grosser Bedeutung. In der Bodenkunde wird das als die Austauschkapazität, oder einfach die Nährstoffaufnahme bezeichnet.
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