Unkraut-und SchälingsbekämpfungWas tun gegen Moos? Moose gehören zu den niederen Pflanzen , die sehr gut mit ungünstigen Boden und Lichtbedingungen zu Recht kommen. Hauptursache für Moosbildung im Rasen ist in der Regel mangelnde Pflege. Zum ersten begünstigt Nährstoffmangel in Verbindung mit Schatten und Wurzelkonkurrenz der Bäume die Moosbildung. Zweitens hemmt den Rasenwuchs Staunässe durch verdichteteten Boden .Die Staunässe treibt zudem den für den Rasen so wertvollen Stickstoff aus dem Boden. Falsch ist, daß eine saure Bodenreaktion Moos begünstigt. Kalken führt nur zu einem schnellen Erfolg, da die Moose Reaktionsänderungen sehr schlecht vertragen. Nur in Ausnahmefällen ist es ratsam, zu kalken. Vorbedingung ist aber, da Rasengräser einen schwach sauren Boden bevorzugen, die Ermittlung des PH-Wertes. Die im Handel angebotenen Mittel führen bei vorschriftsmäßiger Anwendung zu Erfolg. Langfristig hilft nur Vertikutieren, Aerifizieren und eine ausreichende Nährstoffversorgung. Da Moos-Schäden sich besonders im zeitigem Frühjahr zeigen, ist es ratsam eine ausreichende Herbstdüngung vorzunehmen. Was tun gegen Rasen - Krankheiten? Auch hier gilt: Vorbeugen ist besser als Heilen . Neben Pilzkrankheiten setzen tierische Schädlinge - meist unterirdisch wirkend - dem Rasen zu. Bei einem optimal vorbereitetem Boden, resistentem Saatgut, bei ausreichender Ernährung und guter Pflege sollte es in der Regel nicht zu einem Pilzbefall kommen. Schäden treten auch bei Gebrauchsrasen weniger auf als auf intensiv genutzten Sportrasen. Wegbereiter für einem Pilzbefall sind Kalimangel und ein feuchtwarmes Wetter. Durch nachfolgend beschriebene Pilzkrankheiten können die Gräser absterben. Kranke und tote Stellen im Rasen wirken störend. Jedoch wächst der Schaden meist von selbst wieder heraus oder durch geeignete Pflegemaßnahmen läßt er sich beheben. Schneeschimmel (Fusarium nivale) entsteht unter Schnee auf gefrorenem Boden bei verfilzten Rasen und kann ganze Grasflächen zum Absterben bringen. Gut zu erkennen ist er an gelben bis braunen bis 30cm im Durchmesser großen Flecken. Vorbeugend schneidet man den Rasen im Herbst kurz und spritzt auf Flächen, die schon mal befallen waren, mit einem organischen Fungizid. Hexenringe gehören eher zu den harmlosen, aber hartnäckigen Krankheiten. Die befallenen Stellen werden mit der Zeit wieder überwachsen. Der Pilz siedelt sich an einer Stelle im Rasen an und wächst konzentrisch unterirdisch weiter. An den äußeren Enden stirbt der Rasen durch Verdrängung und durch ein Übermaß an Stickstoff ab. Das nebenstehende Gras wächst üppig und frisch grün. Auftretende Fruchtkörper im Spätsommer bis Frühherbst stören erheblich. Bei zu starkem Befall spritzt man mit viel Wasser Saprol . Rotspritzigkeit tritt nur beim Rotschwingel - einer in vielen Grasmischungen vorhandenen Grassorte- auf. Auffallend sind die roten hirschgeweihähnlichen Auswüchse an Blättern und Stengel, die aber nicht störend wirken und meist von allein verschwinden. Mehltau wird durch Überdüngung mit Stickstoff begünstigt. Abhilfe durch mäßiges Düngen und Pflege. Bei hartnäckigen Befall helfen Spritzmittel. Rostkrankheiten ( Verschiedene Rostpilze, z.B. Puccinia graminis) treten im Sommer auf und sind an der braunen-rötlichen Färbung zu erkennen. An den Blatträndern sind kleine Pusteln zu erkennen. Auch hier helfen organische Fungizide wie z.B. Antracol. Blattfleckenkrankheit tritt im Spätsommer bis Herbst auf bei zuviel Stickstoff, verdichtetem Boden und verfilzten Rasen auf. Was tun gegen Rasen Schädlinge? Engerlinge , Larven der Wiesenschnake und Drahtwürmer schädigen durch Wurzelfraß. Auf zunächst kleinen später größer werdenden Flächen welken die Gräser und sterben dann ab. Bei akutem Befall oder Vorbeugend im Herbst bei schon befallenen Flächen helfen Hortex- oder Gamma Streumittel. Feldmäuse schädigen durch ober und unterirdischen Fraß. Abhilfe durch kurz geschnitztem Rasen (da fehlt ihnen die Deckung) und durch Köderfallen. Wühlmäuse untergraben den Rasen und unterbrechen den Kontakt zwischen Boden und Gras. Störend sind die aufgeworfenen Gänge. Abhilfe durch Abfangen der Tiere mit Hilfe von Köderfallen. Der Maulwurf verursacht meist geringere Schäden als Feld- und Wühlmäuse. Die Tiere stehen nicht umsonst unter Schutz. So ärgerlich wie die Maulwurfshügel auch sind, der Maulwurf ernährt sich von den Rasenschädlingen ( Engerlinge oder Drahtwürmer). Häufiges Rasenmähen, aber auch Geruchsstoffe ( Talpigram von Compo) vertreiben den Maulwurf. Maulwurfshügel trägt man ab und verteilt den Boden. Was tun gegen Unkräuter ? 
Nicht gerade liebenswürdig bezeichnet man die nicht erwünschten, störenden Wildkräuter in Rasenflächen und Pflanzung als "Unkräuter". Samenunkräuter, welche sich an die Bedingungen in Rasenflächen angepaßt haben und hier lästig werden können, werden als Rasenunkräuter bezeichnet. Die in Pflanzflächen, durch ihre sehr tiefen und regenerationsfähigen Wurzeln, so sehr gefürchteten Wurzelunkräuter spielen in Rasenflächen fast keine Rolle. Durch eine regelmäßige Pflege vor allem durch Schnitt des Rasens werden diese Wildkräuter verdrängt. Sie lassen sich schonend für den Rasen mit einem Unkrautstecher samt Pfahlwurzel entfernen. Rasenunkräuter Deutscher Name | Botanischer Name | Andere Bezeichnungen | Bemerkung | Gänseblümchen | Bellis perennis | Tausendschön, Maßblume, Mattenblume, Wiesenliebchen, Monatsblume, Marienblume, Sonnentürchen, Bleichblume, Zeitlose | wohl bekanntestes Wildkraut im Rasen, gut zu erkennen an den Blattnestern mit den kleinen weißen Blüten | Hirtentäschel | Capsella bursa-pastoris | Vogelkraut, Taschen-,Täschel-,Heller-,Hungerkraut, Bauernsenf, Himmelmutterbrot, Schinken(kraut), Schinkensteel, Geldbeutel, Beutelschneiderkraut, Kochlöffel, Herzerl, Taschendieb, Läpelkäs, Secklichrut, Hirtentäschelkraut | Blüht weiß, in kleinen endständigen Dolden, weist auf Nährstoffmangel hin | Breitwegerich | Plantago major | Aderkraut, Breiter, Fünfaderblatt, Lügenblatt, Mausöhrle, Ribbenblatt, Roter Wegerich, Saurüssel, Vogelsaat, Wegerüssel, Wegeblatt, Wegtritt, Wegblätter, Würstla | Flachliegende große Blattrosetten mit langfaserigem Wurzelstock, unscheinbare gelblich-grüne Blüte, | Kriechender Hahnenfuß | Ranunculus repens | Butterblume, Dukatenblume, Gelbes Samtröschen, Goldknöpfchen, Holtmark, Krähenfuß, Mark, Sichelwätz, Strumpfe, Schmalzblume | Tritt bei Staunässe auf | Löwenzahn | Taraxacum officinale | Bimbaum, Bumbansbüsch, Butterblume, Hundeblume, Kettenblume, Kuckucksblom, Kuhblume, Lampe, Lichtblom, Maiblume, Milchstöck, Paffenplatte, Paffenröhrlein, Pusteblume, Ringelblume, Sonnenwirbel, Wegelattich, Wiesen-Löwenzahn | neben dem Gäneblümchen bekanntestes Wildkraut, gut zu erkennen an den flachen Blattrosetten und der gelben Blüte und später an den kugeligem Fruchtstand (Pusteblume) | Weißklee | Trifolium repens | Weißblühender, trittfester, Klee, findet man auf Lehmböden | Was tun gegen Klee im Rasen? Wer kennt das nicht? Je mehr man den Klee im Rasen schneidet je besser wächst er. Klee ist neben Moos mehr ein Symptom für fehlenden Stickstoff und etwas zu saurem Boden. Abhilfe schaffen die Maßnahmen wie unter "Was tun gegen Moos? beschrieben. Samenunkräuter Melde | Chenopodium album | Weißer Gänsefuß, Ackermelde, Hundsschiß, Saumelde, Dreckmelde, Mistmelde, Muldakraut, Schißmelle, Falsche Melde | Einjährig, mit kräftiger Pfahlwurzel und grünlichen unscheinbaren Blüten, keimt vom späten Frühling bis in den Herbst, wird bis 150cm groß, typischer Erstbesiedler | Franzosenkraut | Galinsoga parviflora | Knopfkraut, Gängelkraut, Saugras, Knöpfchenkraut, Teufelsgras, Hexenkraut | Einjährig, wärme- und lichtbedürftig, rasch wachsend (von Keimung-Samenreife ca. 6 Wochen), kleine Blütenköpfe aus gelben Röhrenblüten mit weißen Randblülten, Blütezeit Juni- in den Herbst, 10-80cm groß | Rote Taubnessel | Lamium purpureum | Ackertaubnessel, Bienensaug , Rotzer Bienensaug | Unangenehm riechendes Samenunkraut mit ganzjähriger Keimzeit, in milden Wintern ganzjährige heel- purpurrote Blüte, bis 30cm groß | Rispengras | Poa annua | Einjährige, Jährige Rispe, Teppgras | Einjährig - überjähriges Rispengras, horstbildend, fast ganzjährige Keim- und Blütezeit, blüht in lockerer bis 8cm großen einseitswendigen Ährchen, 5 bis 25cm groß | Apfelblättriger Knöterich | Polygonum lapathifolium | Ampfer-, Breitblättriger-, Geflecktblättriger-, Knoten Knöterich, Mistichrut, Krötenkraut, Roddle, Ruik, Ruttig, Smartkorn oder Weiherkraut | Einjähriges formenrteiches Samenunkraut, keimt im späten Frühjahr bis in den Frühsommer, blüht in kleinen walzenförmigen, end- oder achselständigen Blütenständen, grünlichweiß-blaßrosa, Blütezeit Juli - Herbst, bis 1m groß | Hederich | Raphanus raphanistrum | Acker-Rettich, Haddick, Gemeiner Hederich, Wilder Rettich | Einjähriges Samenunkraut mit kurzer Pfahlwurzel, Keimzeit Frühjahr- Frühsommer, blaßgelb oder weiß, violett oder dunkelgelb geaderte wenigblütige Trauben, Blütezeit Mai-Herbst, bis 60cm groß | Ackersenf | Sinapis arvensis | Ackerkohl, Dill, Drill, Falscher, Gelber Hederich, Hering, Hiark, Körk, Küddik, Wilder Senf | Einjähriges Samenunkraut mit kurzer Pfahlwurzel, Keimzeit im Frühjahr, oldgelbe zahlreiche Trauben, Blütezeit Mai - Herbst, bis 75cm groß | Vogelmiere | Stellaria media | Gänsegras, Herpull, Hundsdarm, Hühnerdarm, Hühnwerschwarm, Klingel, Korntod, Mäusedarm, Meierich, Sternmiere | Ein- bis überjähriges niederliegendes Samenunkraut, Keimung ganzjährig, kleine weiße sternförmige ganzjährige Blüte, 5-30cm lange Triebe | Kleine Brennessel | Urtica urens | Eiternessel, Heiternessel, Kleine Nessel | Einjähriges Samenunkraut mit Pfahlwurzel, stark brennende Nesseln, Keimung Frühjahr - Spätsommer, unscheinbare grünliche Blüten, Blütezeit Mai bis Herbst, bis 60 cm groß | Wurzelunkräuter Giersch | Aegopodium podagraria | Erdholder, Gänsel, Gerhardskraut, Geißfuß, Podagrakraut, Ziegenfuß, Zipperleinkraut, Zipperleskraut | Ausdauerndes Unkraut mit pfahlförmiger Mutterwurzel und stark verzweigten flachen unterirdischen Ausläufern, Vermehrung über Ausläufer und Samen, weiße kleine Einzellblüten in großen endständigen Dolden, Blütezeit Mai - August, bis 1m groß | Quecke | Agropyron repens | Baier, Brachwurz, Graswurzel, Hundsgras, Kecke, Kriechende Quecke, Päde, Pädde, Pede, Peien, Quacke, Quäken, Queutsch, Quitsch, Schnurgras, Schnüren, Schließgras, Spitzgras, Schoßhalm, Weißwurzel, Zwecke, Zweckgras | Ausdauerndes Gras mit weitkriechenden, unterirdischen, weißen Ausläufern, Vermehrung durch Ausläufer und abgerissene Rhizomteile, blüht Juni - Juli in schlanken Ähren, 20 - 100 cm groß | Ackerkratzdiestel | Cirsium arvense | Ackerdistel, Diestel, Feld-, Korn-, Spitz- oder Stechdistel | Ausdauerndes zweihäusiges Wildkraut mit tiefer Pfahlwurzel, mit Wurzelausläufer, Keimung im Frühjahr, Vermehrung durch Ausläufer und Samen, violettee kugelförmige Blütenkörbchen in traubigen Blütenstand, Blütezeit Juni - September, bis 150cm groß | Ackerwinde | Convolvulus arvensis | Ackerläuse, Ben, Bese, Haferl, Liebfrauenkelch Pädewinde, Pißpott, Sauwindeln, Wäwinn, Winde, Windlich oder Winne | Ausdauerndes Wildkraut mit tiefer Pfahlwurzel und zahlreichen Seitenwurzeln, hellrosa oder weiße trichterförmige einzellstehende Blüten, nach Vanille duftend, niederliegend oder sich hochwindend, bis 120cm lange Triebe | Schachtelhalm | Equisetum arvense | Drunckelpfeife, Duberock, Duwock, Fuchsschwanz, Fuchszagel, Hollpiepen, Kannenkraut, Kattensteert, Kattenwedel, Pferdeschwanz, Pieoenstal, Ratenschwanz, Schafsschwanz, Schäfte, Schäftehaer, aschafthalm, Scheuerkraut, Zinnenkraut | Ausdauernde Sporenpflanze, mit tiefgehenden, sehr reich verzweigten , ineinanderdeschobenen (schachtelartig) Ausläufern. Vermehrung sdurch Ausläufer und durch Sporen, bis 50cm hoch | Ackergänsediestel | Sonchus arvensis | Ackerdiestel, Agerdiestel, Dudissel, Felddiestel, Gänsediestel, Melkekraut, Milchdiestel, Moordiestel, Musdiestel, Saudiestel oder Saumark | Ausdauerndes Milchsaft führendes Wildkraut mit dicht mit Brutknospen besetzten Ausläufern, Vermehrung durch Ausläufer und samen, Keimzeit Frühjahr, goldgelbe Blütenköpfe im Juli bis in den Herbst, bis 150cm hoch | Huflattich | Tussilago farfara | Ackerlatsche, Brand- oder Brustlattich, Eselshuf, Fohlenfuß, Fahlenfööt, Hufblatt, Kuhfladen, Latten, Latteblätter, Lette oder Roßhuf | Ausdauerndes Wildkraut mit spindelförmiger Pfahlwurzel, Vermehrung durch Ausläufer und Samen, goldgelbe endständige Blütenköpfe, Blütezeit März - April, Blüten zuerst bis 20cm hoch, später bis 50cm hohe große Blätter | Große Brennessel | Urtica dioica | Donnernettel, Echte Brennessel, Große, Große Nedeln, Hanfnessel, Tissel, Zingel oder Zweihäusige Nessel | Ausdauerndes zweihäusiges Wildkraut mit kriechenden unterirdischen Ausläufern und mit Brennhaaren, Vermehrung durch Ausläufer und Samen, kleine unscheinbare grünliche rispenförmige Blütenstände, steif abstehende männliche und hängende weibliche Blüten, Blütezeit Juni - Herbst, wird bis 150cm groß |
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