Wartungsarbeiten Angerostete Schrauben lösen
Grundvoraussetzung ist richtiges Werkzeug. Man macht alles nur noch schlimmer, wenn man mit Zange oder zu großem Schlüssel den Kopf der Schraube oder Mutter vergniedelt. Ideal sind die passenden Ringschlüssel oder Stecknüsse. Entsprechendes gilt für Kreuzschlitzschrauben.
Manchmal hilft es schon, wenn man Schrauben und Muttern mit der Drahtbürste reinigt und dann Rostlösungsmittel (z.B. Caramba), die aber eine gewisse Einwirkzeit brauchen, einsetzt.
Ergeben diese Maßnahmen noch keinen Erfolg, dann kann man immer noch seine Kraft durch den Hebel verstärken. Z.B ein Rohr, das auf den Ringschlüssel aufgesteckt wird, mit einer Zange dem Schraubendreher nachhelfen. Als allerletztes Mittel kann man auch mal den Hammer einsetzen, aber Vorsicht.
Auch hier ist Vorbeugen immer besser als Bohren. Daher die Schrauben niemals "festknallen", verschlissene Schrauben schon vorher auswechseln, die Schrauben vor Korrosion schützen. Sie also ab und zu mal reinigen und einfetten.
Ölwechsel
Bei allen Diesel- und Viertaktmotoren muß (!) das Motorenöl regelmäßig (siehe Betriebsanleitung) gewechselt werden. Das Öl verliert nach gewisser Zeit, durch mechanische und thermische Belastung, seine guten Schmiereigenschaften sowieso. Außerdem wird es durch Schmutz und Abriebteilchen immer schlechter, es bildet immer mehr Ölschlamm. Es verdünnt sich mit der Zeit durch Kraftstoff, der in das Kurbelgehäuse gelangt. Also muß jeder verantwortungsvolle Gärtner mit darauf achten, daß nur mit Geräten in gutem Schmierzustand, gearbeitet wird.
1) Der Motor muß auf Betriebstemperatur gebracht werden. Es reicht aus, wenn er 10 Minuten läuft, damit das Öl auch schön flüssig ist. Der Motor muß auf ebener Fläche stehen, daß nicht in einer Ecke noch Altöl zurückbleibt. Der Öldeckel muß geöffnet werden.
2) Eine ausreichend große Ölwanne kommt unter den Motor, die Ölablaßschraube wird gelöst. (Achtung, Handschuhe! wegen der hohen Öltemperatur) Das aufgefangene Altöl muß fachgerecht entsorgt werden.
3.) Der Ölfilter wird ebenfalls gewechselt
4) Die gereinigte und mit neuer Dichtung versehene Ölablaßschrauben wird wieder eingeschraubt und die in der Betriebsanleitung angegebene Menge Motorenöl eingefüllt. Den Motor kurz laufen lassen, damit das Öl umgepumpt wird, warten, und den Ölstand kontrollieren.
5) Alles reinigen und den Ölwechsel schriftlich vermerken (km-Stand, Betriebsstunden)
Luftfilterwechsel
Das Wechseln der Filtereinsätze bei Trockenluftfiltern ist einfach und braucht nicht extra beschrieben werden.
Ölbadluftfilter reinigt man regelmäßig. Dazu wird das Unterteil abgenommen, der Filtereinsatz aus Metallgeflecht herausgenommen und in einem Benzinbad gut ausgespült. Anschließend tränkt man es mit etwas frischem Motorenöl.
Nun kippt man das verschmutzte Öl des Olbads in einen Sammelkanister für Altöl. Am Boden des Ölbades befindet sich meist noch Ölschlamm, den man mit etwas Benzin und einem Lappen entfernen kann (auch zur Altölsammelstelle).
Mit frischem Motorenöl wird das Ölbad bis zur Markierung wieder aufgefüllt und alles wieder montiert.
Batteriepflege
Ist ein Motor mit einer Batterie ausgerüstet, muß diese auch gewartet und gepflegt werden.
Die Batterie soll sauber gehalten werden. Denn unter den Schmutz kriecht gerne Feuchtigkeit und bildet eine leitende Schicht. So können Kriechströme fließen. Zwar langsam, aber zielstebig, entlädt sich die Batterie.
Auch die Pole der Batterie müssen gepflegt werden. Sind sie stark oxydiert, werden sie mit der Drahtbürste gesäubert, bis sie blank sind, denn nur so gibt es eine leitfähige Verbindung ohne Übergangswiderstand. Sie werden mit Polfett eingestrichen und so vor Korrosion geschützt.
Es ist eine Regel: immer zuerst den Pluspol der Batterie an- und abzuklemmen und danach den Minuspol! Der Minuspol der Batterie ist mit der Masse des Fahrzeugs verbunden und so vermeidet man unvorhergesehene Kurzschlüsse.
Der Säurestand der Batterie muß regelmäßig kontrolliert werden, denn es geht ständig Flüssigkeit durch Verdunstung und Zersetzung verloren. Vorsicht! Batteriesäure ist sehr agressive Schwefelsäure. Selbst wenn zuerst nichts an der Kleidung zu bemerken ist, dann - Tage danach - werden die geätzten Löcher erst sichtbar.
Schaut man in die Batterie hinein, sieht man auf die Batterieplatten. Sie müssen mit 0,5 -1 cm Flüssigkeit bedeckt sein. Besser richtet man sich nach den Markierungen für den Säurestand am Gehäuse.
Aufgefüllt wird n u r (!) mit sog. "Destillierten Wasser".
Die Batterie verträgt am Besten, wenn sie im normalen Arbeitseinsatz dauernd auf- und abgeladen wird. Manchmal ist es notwendig, die völlig entladene Batterie aufzuladen. Entweder mit einem Schnelladegerät. Der Name sagt es: innerhalb einer Stunde ist der Schnelladevorgang beendet. Diese Geräte findet man oft an Tankstellen. Sie arbeiten aber nicht besonders batterieschonend. Oder benutzt ein Kleinladegerät. Mit dem dauert der Wiederaufladevorgang etwa 8 bis 12 Stunden.
Vor dem Anschliessen des Ladegerätes wird die Batterie abgeklemmt. Das Ladegerät wird angeschlossen. Plus an Plus und Minus an Minus !
Plus ist rot und Minus schwarz. Das Ladegerät kann eingeschaltet werden. Es müssen noch die Entlüftungskappen auf den Zellen aufgeschraubt werden, denn beim Aufladen entstehen in der Batterie Gase und die müssen einfach entweichen können. Die Mischung aus den beiden Gasen (Wasserstoff und Sauerstoff) heißt nicht nur so "Knallgas". Also weder rauchen noch offenes Feuer.
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