Weinbergschnecken - Könige unter den Weichtieren Sie ist zweifellos eine der interessantesten Schnecken - weshalb sie in vielen Gärten geradezu gehegt und gepflegt wird: Die Weinbergschnecke fasziniert durch ihr schönes, großes, spiralig gewundenes Gehäuse. Dabei ist das Weichtier vor allem in Südeuropa auch ein Nutztier, das flugs als Delikatesse auf dem Teller landet, wenn man es denn entdeckt ... Zur Fortpflanzungszeit legen Weinbergschnecken 40-60 Eier in einer Erdgrube ab. Der Kopulation geht oft ein stundenlanges, kompliziertes Liebesspiel voraus. Dabei betasten und belecken sich die Partner mit aneinandergepreßten Fuß-flächen. Unter Schleimabsonderung wird ein spitzer Kalkstiel hervorgedrückt, der »Liebespfeil«, mit denen sich die Tiere gegenseitig stimulieren. Schnecken sind Zwitter; unter Zoologen ist jedoch umstritten, ob beide Partner gleichzeitig die männliche und weibliche Funktion ausüben können. Bei ungünstigen Witterungsverhältnissen ziehen sich Weinbergschnecken in ihre bis zu 4 cm großen Gehäuse zurück und verschliessen die Mündung mit Schleimhäutchen. Während der Winterruhe ab Oktober, in der die Weinbergschnecken sehr tiefe Temperaturen überdauern können, wird das Häutchen mit Kalk verstärkt und abgedichtet. Ihrem Namen wird das Tier gerecht; doch nicht nur Weinberge, sondern auch sonnige Gärten und Waldränder besiedelt die bedrohte, unter Schutz gestellte Schnecke zusehens wieder häufiger.
| | | Gartenmax Tipp Die Weinbergschnecke - heisst zoologisch Helix pomatia
- zählt zur Gruppe der Landschnecken im Stamm der Weichtiere (Mollusca)
- ist gelblich-braun gefärbt mit dunklen Spiralbändern und bildet rippenstreifige Schalen.
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