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Wildwuchs bei Rosen

Gartenrosen werden meist veredelt: In Rosenschule oder Gärtnerei werden auf die Wurzel einer robusten, wüchsigen Wildrosenart die Triebe - Augen genannt - einer Zuchtrosensorte aufgebracht. Mit der Aufveredelung auf die Unterlagefördert und steuert man die Auspägung des Flors der Zuchtrosensorte. Manchmal treibt die Wildrosenwurzel im Frühjahr unterhalb der Veredlungsstelle aber plötzlich unerwünscht wieder aus. Gärtner nennen das "Durchtreiben der Unterlage". Wildtriebe erkennt man meist an ihrem starken Wuchs, der hellgrün- stumpfen Laubfarbe und ihren sieben- oder mehrteiligen Blättern. Lässt man Wildtriebe auswachsen, unterdrücken sie die Ausbildung der aufveredelten Zuchtsorte und verhindern oder vermindern die Ausprägung der Edelblüten. Weil Wildtriebe die Rosen schwächen, sollten sie entfernt werden, und zwar mit Stumpf und Stiel. Dazu wird der Wurzelhals der Rose in der Erde freigelegt und der Wildtrieb an der Stelle, an der er aus der Wurzel tritt, mit einem kräftigen Ruck nach unten ausgerissen. Entsteht dabei eine sehr grosse Wunde, sollten Sie die mit im Gartenfachhandel erhältlicher Wundpuste, auch Künstliche Rinde genannt, abdichten.
 

Gartenmax Tipp

Künstliche Rinde

Bei allen Pflegeschnittarbeiten an Bäumen und Sträuchern im Garten sollten die Schnittstellen mit einer Wundpaste abgedichtet werden, falls sie mindestens etwa groschengross sind. Man verhindert damit die Ansiedelung von Pilzen auf der Schnittwunde und erleichtert der Holzpflanze die Bildung von Wundcallus und das Überwallen der Schnittränder.

   
 

  
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