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Wunderbaum

- Wuchsgigant im Garten

Im nordöstlichen Afrika beheimatet, wird der Wunderbaum, auch Rizinus genannt, seit Jahrhunderten als Ölpflanze in den Tropen und Subtropen kultiviert. Das aus den Fruchtkapseln gepresste Öl diente früher zur Beleuchtung, später auch als Schmierfett für Maschinen.
In den warmen Weltregionen als 10 - 12 m hohe, ausdauernde Staude bekannt, fand der dekorative Wunderbaum in unseren Gärten als einjährige Pflanze Zugang - und verblüfft zwischen der Pflanzung im Frühjahr und dem Absterben nach den ersten Herbst-Frösten durch seine enorme Wuchsgeschwindigkeit. Kräftige, gut genährte Wunderbäume erreichen als Kübel- und Beetpflanzen den Sommer über Wuchshöhen von 3 Metern und mehr.
Attraktiv sind vor allem die sehr grossen, lang gestielten, handförmig geteilten, rötlich überlaufenen Blätter des Wunderbaums. Im Sommer treibt die Pflanze interessante, getrenntgeschlechtliche Blüten; die männlichen, gelblichen, mit zahlreichen Staubblättern besetzten Blüten treiben am Grund, die weiblichen, grünlichen an der Spitze der Blütenrispe aus. Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich im Herbst reifende, meist kugel- bis eiförmige, bestachelte Fruchtkapseln mit zahlreichen, extrem giftigen Samen. Pharmazeutisch aufbereitet, wird das aus den Samen gewonnen Rizinus-Öl in der Medizin als Abführmittel verwendet.       
 

Gartenmax Tipp

Toxische Samen

Giftiger Bestandteil der Wunder-baumsamen ist das Ricin, das in einer Dosis von ca. 0,25 mg tödlich wirkt, die bereits durch Einnahme von etwa 5-10 Samen erreicht wird. Gefahr besteht vor allem für Kinder durch Verwechslung der graumarmorierten Samen mit ähnlichen Bohnen des Gemüsegartens.

   
 

  
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