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 Ziele des Kompostierens

Die Kompostierung ahmt die natürlichen Kreisläufe, wie sie sich am Beispiel des Waldbodens zeigen, nach. Beim Kompostieren versucht man, es den Tieren und Mikroorganismen, die das Material zerkleinern und abbauen, so angenehm wie möglich zu machen. Man stellt extra für sie die richtige Mischung her. COMPOSITUS ist lateinisch und heißt Zusammengesetztes.


Wer etwas tut, verfolgt damit ein Ziel. Die Ziele des Kompostierens sind:


1) Rückführung von organischer Substanz und von Pflanzennährstoffen

    in den Naturkreislauf

2) Verhinderung unangenehmer Gerüche (keine Fäulnis),

3) Abtötung pflanzlicher Krankheitserreger und von Unkrautsamen

4) Erzeugung eines natürlichen Humusproduktes ("Gold des Gärtners")

5) Ökologisch sinnvolle Abfallbeseitigung


Aus dem, was wir am Vorbild des Waldbodens gesehen hatten, können wir uns überlegen, wie eine Kompoststelle wohl am Besten auszusehen hat. Wir müssen folgendes bedenken:

(1) Im Komposthaufen muß für die Mikroorganismen sowohl ausreichend L u f t  als auch  F e u c h t i g k e i t  vorhanden sein. (2) Es muß ein paar mal umgesetzt werden. (3) Strauch - und Baumschnitt sollte vorher zerkleinert werden. (4) Die Zusammensetzung der Kompostrohstoffe muß den Nährstoffbedürfnissen der Mikroorganismen entsprechen ( C/N - Verhältnis ).

zu (1): Es ist für die Durchlüftung gut, wenn zerkleinerte Zweige mit untergemischt werden. Falsch ist es, wenn z.B. Rasenschnitt oder Laub zu dick gepackt wird. Denn durch solche Pampe kann kein Sauerstoff mehr eindringen. Eine leichte Beschattung der Kompoststelle ist gut, damit sie nicht so schnell austrocknet. Sollte das dennoch der Fall sein, muß der Komposthaufen auch mal gewässert werden.

zu (2): Durch das Umsetzen bringt man Luft auch an Stellen, die vorher abgeschlossen waren. Das Material und die Feuchtigkeit verteilt sich besser.

zu (3): Zu große Holzteile brauchen zu lange, um abgebaut zu werden.

zu (4): Die Mikroorganismen brauchen, wenn sie sich in der Rotte massenhaft vermehren, Stickstoff ( N )für sich selber. Es ist ja jede Menge Kohlenhydrat (C) in Form von Holz als Nahrung für sie da. Doch sie brauchen Stickstoff (N), um die Eiweiße für ihren Körper aufzubauen. Allein Kohlenhydrate (C), wie bei Holzabfall, reichen nicht. Es muß auch Stickstoff (N), z.B. Hornspäne, hinzu, damit das Verhältnis von C zu N stimmt.

Vor allem in der Anfangsphase des Rotteprozesses, wenn noch leicht abbaubares Material da ist, arbeiten die Bakterien so intensiv, daß sie ihre Atmungswärme abgeben. Dabei entstehen Temperaturen von 50° C. Diese Erhitzung tötet Samen und Krankheitserreger ab und ist darum sehr erwünscht.

 

  
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