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Zoochorie

Zoochorie

Biologie im Garten
Auch das Leben im Garten folgt biologischen Gesetzen. Wenn wir uns im Winter über den prächtigen Fruchtbehang einer Eibe und die Hagebutten der Rosen freuen oder sich im Sommer im Obstgarten Kirschen und Beerenfrüchte ausbilden, sehen wir Beispiele für eine uralte Beziehung zwischen Pflanzen und Tieren, Zoochorie genannt. Zoochorie nennt man die Verbreitung von Pflanzensamen durch Tiere. Sie läuft ab zum gegenseitigen Nutzen der Pflanze, die ihre Ausbreitung sichern will, und des Tiers, das sich von den Pflanzenfrüchten ernährt. Die häufigste Form der Samenverbreitung durch Tiere im Garten ist die Endozoochorie: Tiere fressen Früchte und scheiden deren Samen unverdaut und keimfähig wieder aus. Die durch Tiere verbreiteten Fruchtarten sind stets grell oder kontrastreich gefärbt, meist rot, gelb oder glänzend schwarz, und sie werden als sogenannte Wintersteher im Herbst nicht abgeworfen. Ein im Winter gut zu beobachtendes Beispiel für die Zoochorie gibt die Eibe ab. Alle Teile der Eibenfrucht sind giftig, nicht jedoch der glänzend rote Fruchtmantel. Wenn Vögel auf ihrer Nahrungssuche die Früchte fressen, verwerten sie den nahrhaften Mantel und scheiden mit ihrem Kot die giftigen Samen unverdaut wieder aus. Für die Eiben bestehen dadurch gute Chancen, sich an anderer Stelle durch Keimlinge rasch zu vermehren und auszubreiten.
 

Gartenmax Tipp

Wildpflanzen fördern

Durch die Pflanzung von fruchtreichen Wildpflanzen im Garten unterstützt man die Tierwelt, die von den Pflanzenfrüchten lebt. Einen ar-enreichen Kleinkosmos im Garten bilden ungeschnittene Wildhecken, bepflanzt z.B. mit Schlehdorn, Wildrosen, Haselsträuchern und Holunder.

   
 

  
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